Aufsatz 
Übersicht der geologischen Verhältnisse des Großherzogtums Hessen
Entstehung
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Vier geologische Schulausflüge in die Umgebung von Darmstadt.

Es ist in der Einleitung gesagt worden, dass die Geologie des Heimatsortes stets der Ausgangspunkt der unterrichtlichen Behandlung sein müsse. Welche geologisch wichtigen Bildungen die Schüler Darmstadts mit leichter Mühe in kurzer Zeit aus eigener Anschauung kennen lernen können, soll im folgenden gezeigt werden.

Die Lage Darmstadts am Rande des Odenwaldes, der ober- rheinischen Tiefebene und des nördlichen Odenwaldvorlandes er- möglicht eine Reihe leicht zu unternehmender geologisch-geo- graphischer Ausflüge. Jeder erstreckt sich nur in die nächste Umgebung und erfordert 2 bis 2 ½ Stunden.

1. Der erste Schulausflug gilt dem Odenwald, dessen Aus- läufer bis in das Weichbild der Stadt reichen. An der Krafts- ruhe und in den dortigen Kiesgruben bietet sich Gelegenheit, den Granit, das wichtigste Gestein des krystallinen Odenwaldes, kennen zu lernen. Rundliche Kernstücke von frischem Gestein, die in lockerem Verwitterungsgruse stecken, geben dem Schüler eine Vorstellung über die Entstehung der Felsenmeere. Zugleich lässt sich hierbei beobachten, wie durch den fortschreitenden Verwitterungsprozess allmählich aus dem festen Gestein zuerst grober Granitgrus entsteht, der dann immer feiner wird und schliesslich in die Ackerkrume übergeht.

Die Granithügel ziehen sich bis in den bebauten Teil des Südostens von Darmstadt, der daher auch höher liegt, als die übrige Stadt. Innerhalb der Stadt liegen als letzte Reste der ursprünglichen Granitoberfläche die gerundeten Granitfelsen am Kapellplatz, am Ballonplatz und der Hinkelstein.