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wir sie z. B. im Burgberg von Friedberg, der Höhe von Schwal- heim, dem Schlossberg von Münzenberg sehen.
Eine scharfe geologische Grenze zwischen Vogelsberg und Wetterau ist daher nicht zu ziehen. Unter Wetterau sei hier die sanft hügelige Landschaft von etwa 140— 200 m Höhe ver- standen, die zwischen Taunus und der Linie Büdingen— Münzen- berg— Holzheim liegt. Sie ist also, orographisch aufgefasst, der südliche Teil der westhessischen Senke. Schon seit der Zeit der römischen Kolonisation ist sie eins der fruchtbarsten Gebiete Südwestdeutschlands(daher meist Ackerbau, wenig Wald). Die Ursache liegt auch hier in dem Lössboden, der an manchen Stellen auch noch im Vogelsberg erhalten ist. Diluviale Fluss- terrassen finden sich im Unterlauf der Nidda und im Tale der Usa und Wetter; die grösseren Gewässer haben breite Allu- vionen angeschwemmt, in denen es an einigen Stellen zur Bil- dung von Torf gekommen ist(Horloff von Trais-Horloff bis Reichelsheim i. W.).
Ihre orographische Gestaltung verdankt die Wetterau jedoch den tBieferen Schichten, nämlich dem Tertiär und dem Rotliegenden.
Die tertiären Ablagerungen der Wetterau sind teil- weise ähnlich denen des Mainzer Beckens. Im Süden herrschen die Sande, Mergel und Kalke der älteren Tertiärstufen vor, oft mit vielen Fossilien wie bei Vilbel, Klein-Karben; im Norden und Osten überwiegen die Sande, Tone und Quarzite des jüngeren Tertiärs, denen vielfach Braunkohlenflötze eingelagert sind. Auf dem mächtigen Wetterauer Hauptbraunkohlenlager, das sich von Hungen bis Assenheim erstreckt, wird seit 100 Jahren Bergbau getrieben. Ueberlagert werden diese tertiären Schichten nicht selten von Basalten und Tuffen, so u. a. bei Friedberg und Schwalheim. 1
Im östlichen Teile der Wetterau, sowie längs des ganzen Niddertales treten auch die Gesteine des Rotliegenden auf. Es sind meist Sandsteine oder Konglomerate, zuweilen auch Schieferletten, stets rot gefärbt; an einigen Punkten werden sie von Melaphyr durchbrochen(Büdesheim). Bekannt durch Pflanzen- versteinerungen ist das Rotliegende von der Naumburg bei Hel- denbergen.
Am Ostrande der Wetterau ziehen längs einer Verwerfungs- linie, die von Gelnhausen über Büdingen— Selters verläuft, Streifen von Zechstein. Das Auftreten von Solquellen bei diesen Orten deutet darauf hin, dass der Zechstein wie in Norddeutschland,


