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abwesend zu einer Strafe von 500 Talenten, einer Summe, die gegen 700,000 Thaler beträgt, verurtheilt. Ausser Stande, dieselbe zu bezahlen, machten sie es wie ihre An- kläger, sie nahmen ihre Zuflucht zu dem Römischen Senat und wählten zu ihren Sprechern den Kritolaus, Diogenes und Karneades ¹).
¹) Unter den gleichzeitigen Schriftstellern wurden die eben erwähnten Ereignisse von Clitomachus, dem Schüler und Nachfolger des Karneades(s. Cic. Acad. II, 45, 137), von Polybius und Rutilius (Gell. VII, 14) erzählt. Nach ihnen sprach davon Attikus in seinen Annalen. Wir ersehen dies aus einem Briefe Ciceros an den Attikus, in dem er sich nach dem Jahre und der eigentlichen Veranlassung unserer Gesandtschaft erkundigt. Seine Worte XII, 23, 2 sind: Et, ut scias, me ita dolere, ut non jaceam: quibus consulibus Carneades et ea legatio Romam venerit, scriptum est in tuo annali. Haec nunc quaero, quae causa fuerit? De Oropo, opinor; sed certum nescio: et, si ita est, quae controversiae? Zu welchem Zwecke Cicero diese Notizen wissen wollte, fügt er nicht bei, doch lässt es sich errathen, wenn wir an die Schriften denken, mit deren Abfassung er eben beschäftigt war. Der Brief ist im März des Jahres 45 geschrieben. In demselben Monate (s. ad Att. XII, 14) schrieb er seine consolatio, unmittelbar darauf den Hortensius, danach die Academicae quaestiones und de finibus(vgl. de div. II, 1: Fischer, Zeitt. zu d. J. 45). Wir wissen, wie oft Cicero in den beiden letzten Schriften auf die Ansichten des Karneades Rücksicht nimmt. Wahrscheinlich geschah dies auch schon in dem für uns verlornen Hortensius. Er empfahl darin den Römern das Studium der Philosophie(s. Bähr, Gesch. der Röm. Litt.§. 305) und Augustin bewunderte diese Schrift so sehr, dass er in ihr nur den Namen von Jesus Christus ver- misste(s. Kuehner, M. Tull. Cicer. in philos. ejusq. part. merita. Hamb. 1825 p. 51). Dass man schon nach einem Jahrhundert die Veranlassung zu der Athenischen Gesandtschaft so wenig sicher wusste, kam daher, dass man über den Wirkungen die Ursache vergessen hatte. Was wir von der letztern wissen, haben wir von spätern Schriftstellern. Gell. VII, 14, den Macrob. Sat. I, 5 fast wörtlich abschreibt, sagt darüber:— tribus philosophis, quos Athenienses Romam ad senatum pop. Q. R. legaverant impetratum, ut multam remitterent, quam fecerant iis propter Oropi vasta- tionem. Ea multa fuerat talentum fere quingentum. Genaueres berichtet Plut. Cat. maj. c. 22:— εσρειρ Asννππεεν 1ov sis PGny oi rset Kapyeddy Oy Axxedy e Aioewn VrGiA6 ανονο Xuενταν(οκτmυννσ rxanxεοεεvo, r00 Sigod ey A9nxiv, 5„ eprluny ꝓ ν%%ꝓv Qpicv Liy Saodvy, Luvie- E X&ꝓρ¶μάσασνμι◻μν, Thrν αμηρας ννeν evra- „0G1v 2Oav. Noch ausführlicher ist Pausan. VII, 11, 2, der auch die traurigen Verhältnisse der Athener und die Beweggründe, durch die sie zu der Beschädigung der Oropier veranlasst wurden, nicht unerwähnt lässt. Seine Worte sind: ASvxi d Jnuo⸗ ava en TXCoy † 4⁊ουσυςοα'ο“⁵ηεμσ⁴εοισυ‿ οεσνρν x*νον ο—ρέσννυοοαꝭι xsvias IAe ⸗ 10 Eeroy Adnvao nvoταα τνν drs Oo MaxεdévGV ONE TlSvTS HLANMOra ENIvV. aA‿αQά ρέέν⁴σR 0Dy EnI Trv Pixiev GolXvy oOi(2⁶νπιον υκε Sεxνvεꝓα αισντνέν Saxic rssrähn Lu- Gvloiς mπ oκε riaety ꝓoα Anvxlolς ε 2eπκο drulav axrτ ᷑ BAA T 1*½


