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hausen, Versuche im Vortrag von ihnen selbst ausgearbeiteter Reden machten. Am Schlusse des Halbjahrs fand nach vorausgegangener Prüfung ein anderer Rede- und Sing-Act Statt, bei welchem der Primaner Georg Bockwitz aus Cassel eine deutsche, der Primaner Julius Riedel aus Allendorf a. d. Werra eine lateinische Rede hielt, und der Director die drei zur Universität Abgehenden feierlich aus dem Gymnasium entliess.
Das Winter-Semester begann am 24. October. Durch die vom 23. December 1842 bis zum 3. Januar 1843 eintretenden Christtags-Ferien erlitt es eine kurze Unterbrechung. Am 1. Advents-Sonntage begingen Lehrer und Schüler gemeinschaftlich die Feier des heiligen Abendmahls, nachdem den Tag vorher neben der allgemeinen Vorbereitung eine besondere im Gymnasium vorausgegangen war.
In dem Lehrer-Collegium trat kein Wechsel ein und es konnte desswegen die Ver- theilung der Lehrstunden das gapze Schuljahr hindurch unverändert beibehalten werden. Nur war Gymnasiallehrer Dr. Creuzer im Anfang des Sommerhalbjahrs durch anhaltende Unpässlichkeit genöthigt, einige Lehrstunden während desselben abzugeben. Im Herbst erkrankten der Gymnasiallehrer Pfarrer Jacobi und der Zeichnenlehrer Mutzbauer, und wurden beide auf eine Reihe von Wochen an der Abhaltung ihrer Lehrstunden gehindert. — Unter den Schülern traten besonders im Winterhalbjahr bei vielen längere und kürzere Unterbrechungen durch Unpässlichkeit oder Krankheit ein.— Der Collector des Gym- nasiums, der pensionirte Landgerichts-Assessor Caspar Neuber, starb am 7. Januar 1843 in einem Alter von 77 Jahren, nachdem er sein Amt als Rechnungsführer vom 1. De- cember 1806 an redlich und treu versehen hatte. Auch der Diener des Gymnasiums, Degenhardt, erkrankte am Ende des vorigen Jahrs auf längeré Zeit, wurde aber glück- lich wieder hergestellt..
Die Sammlung der kurhessischen Mineralien, zu der, wie schon früher berichtet worden ist, neun kurfürstliche Bergämter in Folge eines Rescripts kurfürstlichen Finanz- Ministeriums ihre Mineralien dem hiesigen Gymnasium mitgetheilt hatten, wurde durch die von kurfürstlicher Ober-Berg-Direction eingesendeten Mineralien der Grafschaft Schaumburg vollendet. Auch die Bibliothek und der mathematisch- Physjcallsche Apparat erhielten durch neue Anschaffungen einigen Zuwachs.
Durch einen hohen Erlass kurfürstlichen Ministeriums des Innern vom 28. Februar 1843 an sämmtliche Gymnasial-Directoren wurde hinsichtlich des Unterrichts in der Ma- thématik auf den kurhessischen Gymnasien bestimmt, dass die Gleichungen 2ten Grads künſtig wegfallen und der Unterricht in der ebenen Trigonometrie auf die Elemente be-


