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196. Gegen die Regel der Ubereinstimmung von Subjekt und Prädikat schreibt H1a3 „Multes auentures sunt auenus“(GCMP: avenues, P: auenuf, A: auenuz). Den Verstoss gegen die Kongruenz hat nun zwar H mit PA gemeinsam, aber diese beiden Hss. reimen dann wenigstens richtig: ſuz, während H im folgenden Vers in UÜbereinstimmung mit GCMF richtig „seues“ bringt. Durch die Schreibung„auenus“ begeht also H zugleich einen Fehler gegen Grammatik und Metrik. Vgl. auch IHI 26 v?(— P16 39, G fehlt)„— armee“(PA: armezs).
197. Falsch ist auch infolge der Wahl einer falschen Wortform der Reim von Hl a 23: 24
daunsel: beal(G herausgerissen, PFACMF: bel).— Von dem Reim des am Ende verstümmelten Verses H 26 v?(— G 21a 12) war schon in den früheren Kapiteln mehrfach die Rede(vgl. z. B. Nro. 124).
198. Die Silbenzahl ist geschädigt durch Entstellung der Wortform in H 20 d?— G 10 b 20)„Sun compain di tant ama“(GPAR: 9paignon) und ähnlich H1 a 2„— cristienete“ (GPAMF: cristiente, C: crestienetez).
199. Blosse Wortentstellungen liegen vor in Hla 22„— prinz—“(GPACMP: pruz), HI26 v?(— P16 19, G fehlt)„Mone est prinz—“(PA: Ml't eſt pruz), H 26 v?(= G 21 a7) „— sarzins“(G: Sarazins, P: ſarraſinſ, A: sarazyns, R: Sarrazins) und H26 v?(— P 16 39, G fehlt)„— jen“(PA: ſe).
B. Gemeinsame Lesarten von H und PA.
200. Durch Auslassung des Anfangswortes von G 21 a 10„Car ni ad nul eſpniemét“, wie auch die Hs. R der anderen Gruppe liest, wird das Metrum des entsprechenden Verses in PAH um eine Silbe gekürzt; überdies haben PAH an Stelle des in GR stehenden„nul“ das Wört- chen„mes“— Ganz ähnlich verhält es sich mit dem in PAH dem Verse G 20 d 19„Pe ad demäde q ceo ſeit“ entsprechenden Verse, welcher das auch durch R gestützte Hilfsverb„ad“ auslässt und ferner ceo(GR) umstellt zu celo] k'.
201. Keine Schädigung des Versmasses tritt ein durch Auslassung des Anfangswortes von G 20 d 24„Le neueu al riche soudan“(ebenso R), da hier die drei Hss. PAH andrerseits gegen- über GR hinter dem zweiten Worte das Verb„eſt“ einschieben.— Ahnlich lassen PAH in dem G 20 d 17„Al hoſtel ſen eſt pPꝰ tozne“ entsprechenden Verse„ſen“ aus, lesen aber anstatt „Al“ in GR deutlicher„A ſun“; metrisch unrichtig wird der Vers in PAH erst durch Ver- tauschung des Endwortes mit dem dreisilbigen„repeire“.
202. Auslassung von ganzen Versen und Ersetzung derselben durch andere findet sich in PAH an der den Versen G 21 a3 Mes qant. G. oi aueit
. 4 Qei ſon hoſte li diſeit
entsprechenden Stelle. R, welches sonst gleich G ist, macht zwar den zweiten Vers durch Vorsetzung von„Ceo“ zu einem Achtsilbler, aber im ganzen haben diese Verse metrisch nichts voraus vor denjenigen, welche für sie in H(— PA) stehen mit Bezug auf den bereits zuvor gepriesenen mächtigen Neffen des Sultans:
Venuz est od grant cheualerie
Ou lui le riche roy de Turckie
E cel(PA: Od ly) mil cacs combatan⸗
En nule tere nad plus uailanz. Allein, selbst abgesehen davon, dass die Lesart von GR, schon weil von zwei Handschriften- Sruppen gestützt, derjenigen von PAH vorzuziehen wäre, so ist jene doch auch dem Zusammen-


