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12. J. Ein von Skeat zu Cambridge in der Antiquarian Society, Monday March 7, 1887, besprochenes, ihm von Mr. Jenkinson eingehändigtes und von einem alten Bücher- einband herstammendes Blatt mit vier Kolumnen zu dreissig Zeilen, also im ganzen 120 Versen, welche Guys Kampf mit dem Northumbrischen Drachen und seine darauf- folgende Verlobung mit Felice behandeln und alle zu entziffern sein sollen. Vgl. darüber eine Mitteilung in der Academy 18871 224 f., auf welche mich Professor Zupitza, dem ich dafür besten Dank sage, gefälligst aufmerksam machte.
Die Handschrift Nro. 10 kommt nicht in Betracht. Das unter Nro. 9, 11 und 12 ange- gebene vorhandene Material wurde mir erst nach Abschluss der vorliegenden Arbeit zugäng- lich, hat also in derselben zunächst auch noch keine oder wenigstens keine nennenswerte Berück- sichtigung gefunden.¹) Aus Nro. 5 schliesslich sind die für mich benutzbaren Bruchstücke so unbedeutend, dass ich die Stellung dieses Manuscriptes zu den übrigen nur versuchsweise werde bestimmen können. Die noch übrigen sieben Handschriften aber sind den Fachgenossen schon bekannt aus dem von mir in der Begrüssungsschrift etc. abgedruckten Paralleltext. Sie zerfallen, wie auf den ersten Blick ersichtlich ist, in zwei Hauptgruppen dergestalt, dass GPA einer- und CROf andrerseits zusammenzugehören scheinen. Betrachten wir z. B., weniger um gleich hier Beweise zu liefern, als um uns deutlich zu machen, nur den Paralleltext des zweiten Oxforder Fragmentes, welches das kürzere ist und die Richtigkeit der von mir aufgestellten Behauptung leichter in die Augen springen lässt.
Das zweite Oxforder Fragment bietet die Gruppe GPA in 33 Versen.
P hat zwar nur 31 Verse. Die beiden Verse, welche es auslässt, G21 und 22(= G 78 b 13 u. 14), finden sich aber in allen anderen Hss, sind demnach als genügend gestützt für den Urtext in Anspruch zu nehmen, und es liegt nur ein Fehler von P vor.
Die Gruppe CROf hat dagegen im ganzen nur 25 Verse.
O hat hier allein die richtige Verszahl. Denn von CR ist V. 23(= C 170 b 7 und R 156 b 25) falsch, da zu ihm kein Reim vorhanden ist, und in f fehlt der Reimvers zu V. 17, welcher durch alle anderen Hss. belegt ist.
GPA hat also S Verse mehr als CROf. Es sind dies 1. die VV. G 7— 12(= G 78 a 23 bis b4, P 50 14— 19, A 109 4 37— 42), 2. G 29(das ihm gegenüberstehende CR 23 zählt nicht!) und 30(= G 78 b 21 u. 22, P 50 a 34 u. 35, A 109 b 9 u. 10).
Wie ist es nun mit diesen Versen? Ad 1. In V. 3 ist das Reimwort poxter gestützt. Dieses verlangt aber im folgenden Vers den Reim von GPA, wodurch dann der Elefant in den Text hineinkommt.(Of hat in dem Reimwort auf poꝛter einen Fehler, und CR sucht diesen wieder gut zu machen durch Beseitigung des von den 5 anderen Hss gestützten poꝛter). Ist aber der Elefant einmal eingeführt, so schliessen sich an Vers 5 die VV. GPA 6—8 ganz natürlich an, während die VV. GPA 9—-12, welche metrisch unrichtig sind und auch sonst, z. B. im Reim, Unebenheiten aufweisen, nicht notwendig sind und am besten als unecht betrachtet werden. CROf hat ferner das gegen sich, dass die Verse 4 und 6 Wiederholungen oder nach dem Vorhergesagten Selbstverständliches enthalten.
¹) Siehe dazu den Nachtrag am Ende dieser Arbeit.


