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man bemächtigte sich*) durch List des jungen Königs und ver- traute ihn dem Schutze des deutschen Königs Otto an, der, um seinen Einfluss auch auf Burgund auszudehnen, bereitwil- ligst das Amt so zu sagen eines Vormundes über den könig- lichen Knaben übernahm.
Hugo blieb unter solchen Umständen allerdings nicht anderes mehr übrig als das Land Burgund zu verlassen und in sein Königreich Italien zurückzukehren.
So wurden nun Mutter und Kinder getrennt: Konrad folgte seinem Beschützer nach Deutschland, von wo er 943 in sein väterliches Reich, um: die Herrschaft zu übernehmen, zurückkehrte, Bertha, die wohl von Adelheid begleitet war, ging mit ihrem nunmehrigen Gemahle nach Italien.
Hugo, dessen Absichten auf Burgund gescheitert waren, wurde?) seiner neuen Gemahlin bald überdrüssig und wandte, ausschweifend wie er war, seine Gunst wieder andern Frauen zu; auch des Verlöbnisses Lothars mit Adelheid wurde nicht weiter mehr gedacht, und schon drohte dieses projectierte Ehebündnis, ein Werk der Politik, der Politik wieder zum Opfer zu fallen, als ein plötzlicher Umschwung der Dinge in Italien gerade diesen Plan Hugos verwirklichen sollte.
Zehn Jahre waren verflossen, seitdem Hugo vergebens Burgund für sich zu gewinnen getrachtet hatte: die Abnei- gung der Grossen war ihm dort entgegen gestanden.
Inzwischen machte er sich auch in Italien immer ver- hasster.°)
Seine Grausamkeit*) und sein Nepotismus*) in Regie- rung des Landes, sein Mangel*) an nachhaltigen Erfolgen nach innen wie nach aussen, seine Lässigkeit?) 942 in Be-
!) cfr. Jahrb. 1 2 p. 46, 47. Dümmler 111.
?2) Liutpr. antap. IV 18. Dümmler 111 u. A. 1. Damberger IV 658. Giesebr. 1 370. Wattenbach Einleitung p. VII zu Liutpr. Uebers. von Sacken, Geschichtsschr. des X. Jahrh. B. 2.
®) Giesebr. I 367, 368 ff.
4) Giesebr. 1 365 ff. Jahrb. 12 p. 59. Dümmler 112, 134, 155.
5) Liutpr. antap. V 16, 17. Dümmiler 113 ff, Giesebr. 1368. Um 888 liessen sich spanische Sarazenen, begünstigt durch den Parleihader provenga- lischer Grossen in Fraxinetum(Gardefrainet), gelegen in der Nähe von Forum Julii(Frejus), nieder und machten durch häufige Streifzüge von da aus ihren Namen in immer weiterem Umkreis furchtbar.(Liutpr. antap. I 2—4, woselbst


