Aufsatz 
Kaiserin Adelheid, Gemahlin Ottos I. des Großen
Entstehung
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&oönter jenen deutschen Kaiserfrauen, deren Leben und Wirken glaubwürdige Zeitgenossen aufgezeichnet haben, dürfte wohl keine so sehr unsere lebhafteste Aufmerksamkeit, keine so sehr unser ungeteiltes Interesse fesseln, als jene Derbi Burgunderin Adelheid, die erlauchte Gemahlin des deutschen Königs und nachmaligen römischen Kaisers Otto I. des Grossen.

Entsprossen dem welfischen!) TLErT ERDE PORRRTIRHE in Burgund zieht?) sie schon in ihrer ersten Jugendblüte nicht minder durch glänzende Vorzüge an Leib und Seele, als durch trefflichen Wandel und hohen Adel der Geburt aller Augen auf sich; frühe dann verlobt und vermählt mit dem italischen König Lothar II. verlebt sie die schönsten Jahre der Jugend in den lachenden Gefilden der lombardischen Ebene; zwar bringt ihr der plötzliche Tod ihres geliebten königlichen Gatten des bittern Leids und Elends übergenug, doch nicht lange sollte diese traurige Periode dauern, nicht lange das Gestirn ihres Glückes und Glanzes verdunkelt bleiben; bald weiss sie den Händen ihrer grausamen Bedränger zu entrinnen; zahlreiche deutsche Kriegerscharen rücken inzwi- schen zu ihrer Hilfe heran, und in deren Mitte kehrt sie wieder zurück nach Pavia, der alten Königsstadt des lombar- dischen Reiches.

Otto IL, der Deutschen Anführer und König, freit um ihre Hand und erhält sie; das Haupt der jungen Herrscherin zieren nun zwei Kronen, die deutsche und die italische,

!) Damberger V a, E, burgundische Fürstentafel. ?) Liutprand antapodosis IV 12 cfr Widukind res gestae, Saxonicae III 7.

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