Aufsatz 
Über Oberflächengestaltung im Spessart
Entstehung
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Aschaffenburg hin ist die Vertiefung offen. Südlich der Aschaff ist die alte Rumpffläche an mehreren Stellen ver- bogen(siehe Tektonik). Man kann sie erst am Stufenrande wieder erkennen. Kleinere Flächenteile, wie z. B. die Hai- bacher Höhe, sind ganz eben. Kugelberg und Stornberg sind wohl ursprüngliche Erhebungen in derselben, ähnlich wie die höheren Teile des Hahnenkammes.

Sehr auffallend ist die Vertiefung des Grundgebirges, in welcher die Aschaff fliesst. Für die Entstehung dieser Vertiefung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entweder ist sie ein Stück der alten Rumpffläche, oder sie hat sich erst später in derselben durch Senkung oder durch Aus waschung des wenig widerstandsfähigen Gesteins gebildet. Betrachten wir nun die einzelnen Möglichkeiten. Wenn sie ein eingesunkenes Stück der alten Rumpffläche wäre, dann müsste sie ringsum von Verwerfungen begrenzt sein. Das scheint aber nicht der Fall zu sein; denn auf der geologischen Karte von H. Bücking sind solche Verwerfungen nicht verzeichnet. Diese Möglichkeit wäre demnach aus der Be- trachtung auszuscheiden. Wir wollen nun die Annahme machen, sie sei erst nach Abtragung der Schichtentafel her- ausgearbeitet worden. Wenn wir das annehmen, dann müssen wir die alte Rumpffläche wieder rekonstruieren, indem wir uns die Vertiefung ausgefüllt denken. Die alte Rumpffläche hat dann am Westrande 300 m Höhe und senkt sich langsam nach Südosten. Als zerstörende Kräfte kämen das Tertiärmeer und die Aschaff in Betracht. Da das Niveau des Tertiärmeeres unter 30o m lag, konnte dieses die so rekonstruierte Rumpffläche auch hier nicht erreicht haben. Es dürfte also das Tertiärmeer mit der Entstehung dieser Vertiefung in keinem Zusammenhang stehen. Wenn die Aschaff die Ursache wäre, dann müsste die Vertiefung den Charakter eines Tales haben. Man müsste die Tal- gehänge gut erkennen können. Das ist aber auf dem rechten Aschaffufer von Hösbach an, wo die Vertiefung eine Aus- buchtung gegen Wenighösbach hin zeigt, gar nicht der Fall. Es bleibt also nur die Möglichkeit, dass sie schon in der alten Rumpffläche existiert hat und durch Ausräumung der Sedimente wieder freigelegt wurde. Diese Vertiefung stellt eine ähnliche Erscheinung dar, wie das Weschnitztal im Odenwald. Die Ausräumung der Sedimente dürfte hauptsächlich durch Bäche, die sich von der Untermain- ebene her sehr schnell einschnitten, bewirkt worden sein. Es ist möglich, dass auch das Tertiärmeer an der Aus- räumung mitgeholfen hat. Bis jetzt sind zwar keine Spuren desselben gefunden worden. Die auf der geologischen