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4. Tehrerverſammlungen.
An der Verſammlung der mittelrh. Gymnaſiallehrer zu Bensheim betheiligten ſich von hier der Director, die Herren Collegen Seipp, Willenbücher, Klein, Preiſer, Reuter; an der Verſamm⸗ lung mittelrh. Reallehrer zu Gießen am 29. Sept. desſelben Jahres außer dem Director die Herren Collegen Marx und Reuter; an der zu Pfingſten 1872 in Leipzig abgehaltenen Ver⸗ ſammlung deutſcher Philologen Herr Dr. Klein.
Auf Veranlaſſung der Gr. Centralſtelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein wurden alle betr. Schulen des Landes ſo auch das hieſige Gymnaſium und die hieſige Realſchule von Gr. Oberſtudien-Direction d. d. 18. Auguſt zu der im September zu Gießen anläßlich der Real⸗ ſchullehrer⸗Verſammlung veranſtalteten Ausſtellung von Zeichnungen eingeladen. Auf desf. Auf⸗ forderung an die drei Zeichenlehrer ſandte Herr Zeichenlehrer Hofmann Zeichnungen von Schülern beider Lehranſtalten ein, welche von Gr. Centralſtelle ꝛc. mit Zuſchrift vom 19. Oct. an Gr. Direc⸗ tion zurückgeſchickt wurden, von welcher wir den Schlußſatz hier anfügen:„Die Ausſtellung erfreute ſich beſonders in der letzten Woche eines recht zahlreichen Beſuches und hat weſentlich dazu beigetragen, das Intereſſe für den Zeichenunterricht in weiten Kreiſen zu fördern. Wir verfehlen nicht, Ihnen für Ihre freundliche Mitwirkung bei dieſer Ausſtellung unſeren ergebenen Dank auszuſprechen.
Unterz.: Schleiermacher. Fink.
5. Ferien.
In Beziehung auf die im letzten Programme S. 24 mitgetheilte Ferienordnung hier als Nach⸗ trag, daß auf Antrag des Lehrercollegs von Gr. Oberſtudien⸗-Direction die Genehmigung ertheilt wurde, eine Woche der 6wöchigen Herbſtferien mit den einwöchigen Pfingſtferien zu vereinigen.
6. Abiturienten.
Oſtern 1871 beſtanden die Maturitätsprüfung unter Anweſenheit des Gr. Geh. Oberſtudienrathes Herrn Dr. Wagner K. Stephan von Heßloch und Friedr. Valckenberg, gebürtig von Mainz, der früher die Secunda des hieſigen Gymnaſiums beſuchte, aber durch ein Augenleiden genöthigt wurde, auszutreten und privatim zum Examen ſich vorzubereiten, zu dem er unter dem 29. Dec. 1870 die höhere Erlaub⸗ niß erhalten hatte. Studium von erſterem Architectur, von letzterem Rechtsviſſenſchaft.
Herbſt 1871 beſtanden dieſelbe Prüfung 1) K. Diehl von Flonheim, 2) A. Höbel von Worms, 3) Friedr. Netz von Meddersheim im preuß. Reg.⸗Bez. Coblenz, 4) Richard Stephan von Oſthofen. Berufswiſſenſchaften von 1 u. 3 Medicin, von 2 Kriegswiſſenſchaft, von 4 Rechtswiſſenſchaft; Oſtern 1872 W. Bodmann von Oſthofen, E. Keller von Mainz, V. Stumpf von Wattenheim, beide Male unter Anwohnung desſelben Herrn landesherrlichen Commiſſärs. Die von denſelben angegebenen Berufsfächer ſind: Rechtswiſſenſchaft, Medicin und Poſtfach.
7. Erwähnung der aus dem Tehrerkreiſe erſchienenen Druckſchriften.
Von dem Herrn ev. Rel.-Lehrer Dr. Bender erſchien im Drucke: Der Wunderbegriff des Neuen Teſtaments, eine hiſt.-dogm. Unterſuchung, Frankfurt a. M. 1871.
Von Herrn Collegen Olff in dem Gewerbblatte für das Großherzogthum Heſſen 1872 zwei in der Generalverſammlung des hieſigen Local⸗Gewerbvereins gehaltene Vorträge. 1)„Ueber einzelne


