Aufsatz 
Zur Methode des Unterrichts in der deutschen Sprache
Entstehung
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10. Dem früher ſchon mehrfach gemachten Anſinnen, den Anfang des Schuljahres nicht, wie hier von jeher herkömmlich, auf Herbſt, ſondern auf Oſtern zu verlegen, habe ich in einem früheren Programme die Gründe, welche noch davon abhalten, entgegen geſtellt. Jenem immer ſich wieder⸗ holenden Anſinnen, für das allerdings nicht nur die gleiche Einrichtung an den übrigen Lehranſtalten des Landes, ſondern auch noch mehrfache Oertlichkeiten ſprechen, kann vielleicht ſchon künftige Oſtern in ſo weit entſprochen werden, als höheren Orts eine öffentliche Prüfung am Ende jedes Halbjahres gewünſcht worden, und mit der leichten Verwirklichung düeſe Wunſches beide Anſ ichten ſich wol ver⸗ mitteln laſſen.

IV. Verzeichniß der Vorträge,

welche herkömmlich zur Eröſfnung und zur Beſchließung der einzelnen Prüfungen in den verſchiedenen Klaſſen gehalten werden.

Erſter Tag der Prüfung, 12. September, Morgens, Klaſſe lu. II.

Eröffnung 7 ¾ Uhr durch den Vortrag des Secundaners Auguſt Levi: Gott in der Geſchichte wie in der Natur, von Herder. Zum Beſchluſſe ſpricht der Secundaner Eugen Wiegand in Kübſigef. Vortrage über Themiſtokles, in franzöſiſcher Sprache.

Nachmittags, Klaſſe I u. II.

Eröffnung 1 ¾ Uhr durch den Vortrag des Secundaners Schröder: über die Erziehung der Hellenen zur Sittlichkeit, von Fr. Jacobs; Beſchluß durch den ſelbſtgef. lateiniſchen Vortrag des

Primaners Hohl: wodurch die griechiſche Nation ihre Volkseinheit und den Sinn für das allgemeint Vaterland bewahrt habe.

Zweiter Tag, 13. September, Morgens, IV. Klaſſe.

1 18 röffnung 7 ½ Uhr durch die Recitation des Tertianers Brand: Gottes Wort, von Weſ⸗ ſenberg; den Beſchluß machen die Recitationen folgender Ouintaner: Gieſer: der ſeltſame Spazier⸗ ritt, von Hebel; Dittmar: der Kletterunterricht, von Rückert; Keller: die wandelnde Glocke, von Göthe; Eckel: das Lied vom braven Mann, von Bürgerz Friedr, Reuling: Gott hat Alles wohl gemacht, von Gleim.

Nachmittags, V. Klaſſe.

Eröffnung 1 ¼ Uhr durch den Vortrag des Quartaners Baumann: das Daſein Gottes,

von Racine le fils. Schluß: die Sertaner: Eduard Reuling: Andreas Hofer, von Moſer; v

Zangen: Hans Euler, von Seidl; Betz: der junge Biber, von Jacobi; Eberſtadt: Belſazar, von Heine. 2*