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Vemerkungen zur
vorſtehenden Lehrverfaſſung.
1. Hiernach wurden von dem Director, den S ordentlichen und 4 außerordentlichen oder Hilfslehrern wöchentlich 195 Lehrſtunden ertheilt in deutſcher, lat., griech., hebr., engl., franz., italien. Sprache, in Religion, Geſchichte, Geographie, Mathematik, Natur⸗ kunde, im Schönſchreiben, Geſchäftsſtyl, praet. Rechnen, techniſchen und Freihandzeichnen. Das Marximum der Lehrſtunden für die Schüler im Allg. 26, 28, für die realiſt. Parallel⸗Klaſſen 32 Stunden.
Bei dem Durchgehen der vorſtehenden Lehrverfaſſung wolle man nicht unberückſi ichtigt laſſen, daß der neue Lehreurſus und die damit verbundene neue Klaſſen⸗Eintheilung leider nicht, wie weiter unten noch berichtet werden wird, am Anfange des Schuljahres (Herbſt), ſondern erſt mit der zweiten Hälfte desſelben beginnen konnte, daß ſomit der Lehrplan mancherlei Rückſichten auf den vorhergehenden Lehrgang nehmen mußte, Bei dem Eintritte ſo vieler neuen Lehrperſonalitäten, bei einer ſo totalen Umänderung und bei dem anſcheinenden Doppelzwecke der Anſtalt mußte vor allen Dingen die äußere Ordnung erſtrebt werden, indem die innere möglicher Weiſe erſt nach näherer Bekannt⸗ ſchaft mit den betr. Lehr⸗Perſonalitäten und Qualitäten, überhaupt erſt mit Hilfe der Erfahrung ſich vollenden und zu einem lebendigen und individuellen Organismus heran⸗ bilden läßt. Auch mußten anfangs manche Lehrgegenſtände ſchon ihrer Neuheit wegen gleichzeitig in mehreren Klaſſen und in einem weiteren Umfange zugelaſſen werden, die ſpäter den Gang einer ſtufengemäßeren Aufeinanderfolge und eine dem Ganzen entſprechendere Begrenzung zum Theil von ſelbſt gewinnen werden.
Die Angabe der Lehrgegenſtände bezieht ſich überhaupt nur auf das zweite Semeſter, mit Ausnahme der Fälle, in welchen eine Berückſichtigung jener des erſten nothwendig und ohne Weitſchweifigkeit möglich war.—
2. Die herkömmlichen Rubriken der verſchiedenen Lehrgegenſtände: Sprachen, Wiſſenſchaften, Fertigkeiten ſind, ohne gerade ſichtbare Abtheilung, vorläufig noch beibehalten worden, theils eben wegen der Herkömmlichkeit, theils weil die anderen Eintheilungen(6. B. nach Herbart: hiſtoriſche und naturwiſſenſchaftliche; nach Deinhardt: logiſche, rhetoriſche, religioͤſe Lehrgegenſtände; nach den Franzoſen: lettres et sciences u. ſ. w.) eigentlich um Nichts beſſer ſind, indem ſie eben ſo einer oberſten Einheit entbehren und die im Laufe der Zeit allmählig angehäuften
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