Aufsatz 
Betrachtungen über die neueren Gewerbeschulen im Allgemeinen, sowie Erläuterungen über den durch die Verordnungen vom 21. März 1870 vorgeschriebenen Lehrplan und dessen Ausführung seitens der hiesigen Anstalt insbesondere / [Wiecke]
Entstehung
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nicht setzen, nicht an einander schliessen, nicht wurzeln und treiben. Schon desshalb muss nothwwendigerweise der Fortschritt in allen einzelnen Fächern unter solch buntem Wechsel leiden. Und was mehr als das zu bedauern ist, es leidet die geistige Entiocickelung zu klaren Anschauungen, consequentem Denken und bewusstem Handeln überhaupt. Kuum sind ein paur Vorstellun- gen aufgenommen, so werden sie durch Vorstellungen anderer Art verdrängt, und so wird Alles in den jungen Köpfen zu einer ungegliederten, zu Verwirrun- gen geneigten Masse. Die mannigfaltigen Unterrichtsgegenstände, in gerin- gen Dosen zugemessen und in ihrer Wirksambeit einer durch den andern beschränkt, lassen jenen raschen und sicheren Fortschritt und jene Freude an den eigenen Siegen nicht zu, aus welcher die Kraft zu neuen Siegen zu er- wachsen Pflegt, uncl ohne die eine rechte Lust und Liebe zu ddem einen oder anderen Unterrichtsg egenstand, eine Inregung und Geiwöhnung zur Selbst- thätigkeit nicht denbbar ist. Die sittlichen Schäden, die Nachtheile für Cha- rakterentwickelung, welche damit verbunden sind, und die auch awieder den Erfolg des Unterrichts in Frage stellen, will ich hier nicht ausmalen, auf den Nachtheil für das Gemüthsleben, dessen Dortmund gedenkt, nicht näher eingehen. Dagegen mag noch darauf hingewiesen werden, dass unsere Lehr- pläne bei fleissigen Schülern von mittelmässiger Fassungskraft leicht zu einer Ueberunstrengung des Geistes und Ueberbürdung mit häuslicher Arbeit führen, unter welcher die körperliche und damit auch wieder die geistige Gesundheit leidet. Referent wirft hier die Frage auf, ob an der jetzigen Schuljugend die Spuren dieser Ueberanstrengung wahrzunehmen wären, und nachdem er bemerkt, dass er sie sogar frischer und kräftiger fände, als die frühere, fährt er fort: Unsere Pädagogik ist ebenso wie unsere ärztliche Kunst vernünftiger geworden: sie scheut sich weniger als früher vor freier Luft und tüchtiger Beuegung. Zum Schuimmen und Schlittschuhlaufen, die früheren Pädagogen Greuel waren, Fordern wir unsere Schüler auf. Aber auch die grosse Aufmerksamkeit, die wir auf korperliche Bewegungen zu verwenden begonnen haben, beweist, duss in der

Entuichelung unseres Unterrichtsuwesens Geſahren liegen, deren man sich mehr