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wegs entgungen. Die Circularverfügung vom 24. October 1837 bezeichnet es als einen Uebelstand, dass durch Anhäufung zu vieler verschiedenartiger Lehrobjecte in Einem Tuge die Kraft der Schüler zersplittert, ihr Geist durch die Verschiedenheit des vorgetragenen verwirrt und ungebührlich angestrengt werde. Die Circularverfügung vom 7. Januar 1856 nennt eine grössere Con- centration des gesummten Unterrichtsstoffes ein dringend hervortretendes Be- dũrfniss. Die Erläuterungen zur Unterrichts- und Präfungs-Ordnung der Reaulschulen vom 6. October 1859 verlangen nachdrüchlich eine Concentration der Geg enstände des Lehrplans, bei welcher die Mannigfaltigkeit als Ein- heit wirke und empfunden werde.
Uebergehend zur Darstellung der Uebelstände selbst, welche aus der Manich-
faltigkeit der Lehrobjecte neben der Menge des Unterrichtsstoffes in jedem einzelnen hervorgehn, knüpft Ostendorf an das vorletzte Zitat, wie folgt, an:
Die einzelnen Schulen verhalten sich dieser Ansicht gegenüber ziemlich verschieden: Hamm und Soest— beides Gymnasien— deuten an, dass es sich überhaupt wohl fragen möchte, ob man eine grössere Concentration zu er- streben habe; Dortmund— Gymnasium und Realschule— dagegen äussert, indem es auf den Unterschiedh zwischen dem gereiſten Mann und dem werdenden Menschen aufmerksam macht:„Die Denkkraft wird, wwenn sie nicht genügend ruhen und sich vertiefen kann, nicht im wünschenswerthen und mögglichen Masse gekräftigt; der IWille wird bei einem zu maunichfultigen Betriebe leicht um dus stärkende Bewusstsein des vollen Könnens auf irgend einem Gebiete betrogen und durch den von den verschiedensten Seiten her auf ihn geübten Druck an der Kräftigkeit seiner ursprünglichen Impulse geschädigt; dem Gemüthsleben ist es bei der Vietheit der neben einander betriebenen Gegen- stände, welche überdies leicht eine abstossende Hetzerei im Géfolge hat, er- schwert irgendiwo liebend einzuwurzeln, und so tritt in der glücklichsten Zeit seiner Jugendblüthe und gegenüber den köstlichsten Gütern humaner Bildung,
an denen zu participiren durchaus als ein stolzes Privilegium empfunden


