Aufsatz 
Über die Entwicklung des chemischen Unterrichts / Eduard Wickel
Entstehung
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Allen Gebern, welche durch Zuwendungen die Bibliothek der Anstalt bereichert haben, sei hiermit der

gebührende Dank ausgesprochen.

Die geographischen und geschichtlichen Lehrmittel wurden vermehrt durch folgende An- schaffungen:

Nabert, Karte der Verbreitung der Deutschen in Europa; Aitoff, Plan de Paris et liste alphabétique; Diefenbach-Ravenstein, Schulwandkarte des Maingebietes; Kuhnert, Physikalische Schulwandkarte von Deutschland; Deutsche Kolonialgesellschaft, Deutsch-Ostafrika.

Für die physikalisch-chemische Sammlung wurden angeschafft: Ein Gewichtssatz, ein Schmelz- gefäss von Kupfer, ein Apparat zur Bestimmung des Spannungskoöffizienten der Luft, ein Apparat zur Bestimmung des Gewichts der Luft, ein Rotationsapparat zur Demonstration der Dynamomaschine, ein Voltmeter, ein Ampere- meter, ein Apparat zur Demonstration der Ausdehnung der Metalle, zwei Papier-Elektroskope nach Kolbe, zwei Probekugeln an Ebonitstäben, ein Verbindungsstab an Hartgummigriff, zwei Isoliertischchen, ein Pendelapparat (für das Trägheitsmoment), ein Weber'scher Apparat für die Fernerwirkung des Magnets, eine Lane'sche Flasche, ausserdem Glasgerätschaften und Chemikalien für den Unterricht in der Chemie.

Für die naturwissenschaftliche Sammlung wurden angeschafft: Metamorphose von Cetonia aurata, Nachbildungen der Blütenstände von Alnus glutinosa, Corylus avellana, Fagus silvatica masc., Fagus silvatica fem., Quercus robur, Salix alba, Ulmus campestris und zwei anatomische Präparate von Mus decumanus und Leuciscus rutilus.

Für den Zeichenunterricht wurden angeschafft: Moser, Wandtafeln; Moser, Handbuch der Pflanzen- ornamentik; Wunderlich, Grundriss der Geschichte des Freihandzeichnens; Holz- und Drahtmodelle von Lauth- Apolda, Gefässformen von Zergiebel-Berlin.

Für den Gesangunterricht wurden beschafft: Eine Partitur zu dem für gemischten Chor eingerichteten Torgauer Marsch; Motette von Bernh. Klein, 100 Partituren; zwei Chöre von C. M. v. Weber, 200 Partituren.

VI. Mitteilungen an die Schüler und deren Eltern.

Das neue Schuljahr beginnt Montag, den 10. April, morgens 7 ½ Uhr(mitteleuropäische Zeit) mit der Prüfung der aufzunehmenden Schüler. Bei der Anmeldung sind vorzulegen: Geburts- und Impfzeugnis, ferner das Abgangszeugnis der zuletzt besuchten Anstalt. Die zur Aufnahme in Sexta erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten sind: Geläufigkeit im Lesen deutscher und lateinischer Druckschrift; eine leserliche und reinliche Handschrift; Fertigkeit, Diktiertes ohne grobe orthographische Fehler nachzuschreiben; Sicherheit in den vier Grund- rechnungen mit gleichbenannten Zahlen. Für die Aufnahme in die Vorschule ist das vollendete sechste Lebensjahr zu erfordern. Von dieser Mindestforderung darf höchstens ein halbes Jahr nachgelassen werden, jedoch nur unter der Voraussetzung der ausdrücklich be- zeugten körperlichen Kräftigkeit des aufzunehmenden Knaben. In die Vorschule können nur solche Schüler eintreten, welche in der Wellritz-, Schwalbacher-, Friedrich-, Frankfurter- und Bierstadterstrasse oder südlich von dieser Grenze wohnen; die übrigen sind für die Vorschule in der Stiftstrasse anzumelden.

Das Schulgeld beträgt für die Vorschule 72 M., für die Klassen VI bis U. III der Ober- realschule 84 M., für die Klassen O. IIII 90 M. mit Ermässigung auf zwei Drittel für den zweiten und auf die Hälfte für jeden folgenden Bruder. Für Auswärtige findet eine Erhöhung von 33 ½% statt. Für jeden in die Oberrealschule eintretenden Schüler ist ausserdem ein Aufnahmegeld von 12 M. zu entrichten.

Mit dem Reifezeugnis der Oberrealschule ist die Berechtigung verbunden zum Studium der Mathematik und Naturwissenschaften auf der Universität, zur Staatsprüfung im Hochbau-, Bauingenieur- und Maschinenbaufach, im Forst- und Bergfach, zum höheren Post- und Tele- graphendienst, sowie zum Schiffbau- und Maschinenbaufach bei der Kaiserlichen Marine. Die