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keine ausserordentliche Gelegenheit, bei der Wilhelm von Rothschild nicht in fürstlicher F reigebigkeit seiner Schule gedachte, zu deren äusserer Renovation er noch in den letzten Lebenstagen seine hilfreiche Hand zu leihen gedachte.
So ist's unauslöschlicher Dank, der Wilhelm von Rothschild aus den Herzen von Generationen entgenwallet, Dank für sein Wirken, Dank aber auch für sein Sein.
Denn so wie er in jedem Zögling dieser Schule ein Pflänzchen erblickte, das„im Hause Gottes gepflanzt, in den Vorböfen des Lebens sich zu bewähren hatte“ und dessen Entwicklung er oft ein Leben hindurch verfolgte, so war er uns— aus der Schilderung seiner Persönlichkeit ist Ihnen eine Ahnung davon aufgegangen— ein leuchtendes Lehrwunder.
Wenn wir unsere Jugend begeistern wollten für das alte jüdische Leben im vollen Lichte der Kultur — zu Wilhelm von Rothschild durften wir sie hinführen, den Mann, der, auf die Sonnenhöhe des Lebens gestellt, vor Königsthronen die Gottestreue bewährte, dessen ganzes hieniediges Leben ein Commentar schien zu des gekrönten Sängers Worten:„Wenn Gott Dein Hüter, Gott Dein Schatten ist zu Deiner Rechten, so wird tags die Sonne Dir nicht schaden und ein Mond wird Dir leuchten in der Nacht.“
Nacht ward's um uns, da Wilhelm von Rothschild von dannen ging. Aber aus den geheiligten Räumen der Schule strahlu[Licht, unendlich Licht, immer neue Seelen, immer neue Seelchen weckend zu einem heiligen jüdischen Leben. Du hast, wir dürfen's Wilhelm von Rothschild nachrufen ins Reich des Lichtes, Du hast, o Reiner, das Licht entzündet:
„Du schwebst uns vor, wie ein Komet entschwindend Unendlich Licht mit Deinem Licht verbindend.“


