Aufsatz 
Lehrplan des Gymnasiums in ausführlicher Darstellung
Entstehung
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Sträuchern, den Felsarten, dieſen Rippen unſerer Erde, mit den am meiſten hervortretenden Vögeln, welche in Feld und Wald niſten und ſingen, und mit den übrigen Thieren, welche ihnen aufſtoßen. Aehnlich verhält es ſich mit beſonderen Erſcheinungen in der Natur und deren Geſetzen, der Electricität, der Kraft und Wirkung des Dampfes u. a. Ich möchte lieber etwas von dem Syſtem miſſen, wenn es ſein müßte, als daß die Schüler auf Spaziergängen und Reiſen auf ſo viele unbekannte Dinge jener Art ſtoßen müßten. Die Auswahl und die beſondere Behandlung des Stoffs mag nicht leicht ſein, aber es kommt doch nur auf die Hauptſache an. Wenn es nur gelingt, des Schülers Auge und Ohr der Beobachtung der Natur zu erſchließen, überhaupt den Sinn dafür in ihm zu wecken, ihn an die ſcharfe Be⸗ zeichnung der unterſcheidenden Merkmale zu gewöhnen, ſo wird er demnächſt von ſelbſt im Stande und darauf aus ſein, ſeinen Geſichtskreis zu erweitern.

Für die Naturgeſchichte wird Leunis, für die Phyſik Koppe bei dem Unterricht gebraucht.

Serxta. Ausführliche Beſchreibung einer Anzahl Pflanzen und Thiere aus der nächſten Umgebung, wobei gelegentlich einige Ausdrücke aus der Terminologie gelehrt werden. Er⸗ zählungen aus dem Leben der Thiere und Beſprechung des Nutzens und Schadens derſelben für den Menſchen. Bei den Pflanzen werden nur lebende, bei den Thieren auch gut aus⸗ geſtopfte Exemplare benutzt.

Quinta. Erweiterung des Penſums der Sexta. An die bereits bekannten werden neue Pflanzen und Thiere angeſchloſſen, namentlich ſolche, welche derſelben Gattung angehören. Begriff der Gattung, Gebrauch der lateiniſchen Benennungen. In der Zoologie werden hier namentlich die ausländiſchen Thiere angefügt. In der Botanik wird die Kenntniß der Terminologie ſo erweitert, daß vollſtändige Beſchreibungen einzelner Pflanzen gemacht werden können.

In der Quarta fällt wegen des gleichzeitigen Eintritts der Mathematik und des Griechiſchen, ſowie zur Vermeidung einer zu großen Stundenzahl, der naturgeſchichtliche Un⸗ terricht aus.

Untertertia. Kenntniß des Linné'ſchen und der Grundzüge des natürlichen Pflanzen⸗ ſyſtems. Pflanzenbeſtimmungen. Ueberſicht über die Claſſen, Ordnungen und Familien des ganzen Thierreichs..

Obertertia. Vollendung des Penſums der Untertertia. Einiges über den innern Bau und das Wachsthum der Pflanzen und Thiere. Im Winter: Mineralogie. Das Wich⸗ tigſte über den Bau der feſten Erdrinde. Einleitung in die Mineralogie, namentlich Cryſtallo⸗ graphie. Kenntniß einer Anzahl Mineralien aus der Ordnung der Silicate.

Unterſecunda. Von den allgemeinen Eigenſchaften und der Zuſammenſetzung der Körper. Kenntniß der wichtigern Elemente und deren Verbindungen, vorzugsweiſe der dahin gehörenden, früher nicht behandelten Mineralien.

Oberſecunda. Die Lehre von dem Magnetismus und der Electricität.

Unterprima. Die Lehre von dem Schall, dem Licht und der Wärme.

Oberprima. Mechanik der feſten, flüſſigen und luftförmigen Körper. Bei der Be⸗ wegung der Himmelskörper wird die mathematiſche Geographie eingeſchaltet und neben dem Planetenſyſtem wird auch die Firſternenwelt beſprochen.