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Deutſchland ja immer mehr wächſt, und deſſen Wert immer mehr er⸗ kannt wird.
So ſehen wir, daß ebenſo wie hier bei uns auch drüben bei unſeren Nachbarn auch in dieſen Fragen, wie ſie dieſe Schrift behandelt, alles in ewigem Fluſſe iſt entſprechend dem Wort des griechiſchen Philoſophen: panta rei wie es ja immer und überall iſt und auch ſein muß. Und noch eins: auch im Kern ihrer Erziehungslehren vermögen wir die ewige Wahrheit des Satzes zu erkennen, der auch uns unſere Wege weiſt: Erziehung und ſpäteres Glück des Menſchen ſind innig miteinan⸗ der verquickt.„Das Freudige, das uns das Schickſal verleiht“, ſo ſagt A. Matthias in ſeinem vortrefflichen Buche„Wie erziehen wir unſeren Sohn Benjamin?“ beglückt nur dann, wenn es auf rechte Weiſe aufgenom⸗ men wird, und das Bittere und Herbe, was das Schickſal bringt, können wir mildern, wenn wir uns in unſerer Gewalt behalten. Mögen ſpäter im Leben über recht erzogene Kinder Titel und Würden, Geld und Gut, angeſehene Stellung und alle Glücksgüter des Lebens kommen, ſie werden ihnen angenehme Zugaben ſein; den wahren Wert des Lebens aber werden ſie in ſich ſuchen und in der glücklichmachenden Auffaſſung des Lebens und der glücklichmachenden Beeinfluſſung derer, die ihnen lieb und teuer ſind“. Deshalb ſagt auch ſchon unſer Altmeiſter Goethe im Weſt⸗öſtlichen Diwan:
Volk und Knecht und Ueberwinder
Sie geſtehn zu jeder Zeit,
Größtes Glück der Erdenkinder
Sei nur die Perſönlichkeit(W. IV. 73.).


