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mag sie, aber gewiss schweigend, ihn beobachtet haben, während er über die Ausführung seines Entschlusses nachdachte. Weit eher musste er befürchten, dass Tekmessa, wenn er sie draussen liesse oder gar draussen zu bleiben nöthigte, in der Angst ihres Herzens durch lautes Klagen und Jammern ein unerwünschtes Aufsehen erregen und das Herbeikommen anderer Leute veranlessen möchte. Darauf beziehe ich die Worte u⁵ν εέπαιιανκννννασ ν ddxouve. Ueberhaupt scheint mir die ganze Stelle V. 578— 580, auf welche sich Enger zur Bestätigung seiner Ansicht beruft, eine solche nicht zu bieten. Aias war, wie Enger selbst annimmt, während der ganzen vorhergehenden Scene, innerhalb seines Zeltes(gleichgültig, ob wirklich oder nur vermöge der an das éxxuναε.*α sich knüpfenden Fiction). V. 578 fordert er Tekmessa auf ihm das Kind abzunehmen; sie muss also nothwendig um dies zu thun in das Zelt hinein- treten. Gleich darauf beſiehlt er ihr das Zelt zu schliessen. Dass sie wieder hinausgehen solle, deutet er mit keiner Silbe an, eben so wenig wie in Tekmessa's weiteren Bitten irgend eine Andeutung zu finden ist, dass sie eine solche Ausschliessung, die für sie hätte schrecklich sein müssen, abzuwehren sucht. Bei der Bemerkung, dass, wenn Tekmessa nicht draussen bleihen müsste, die ganze Stelle von V. 585 bis 595 überflüssig sein würde, da sie dasselbe ihm auch in dem Zelte hätte sagen können, scheint Enger nicht berücksichtigt zu haben, wie das unglückliche Weib es unmöglich verkennen konnte, dass mit dem Schliessen des Zeltes und dem Absperren von der Aussenwelt ein Moment verhängnissvoller Entscheidung eintrat, in welchem alle Vorstellungen und Bitten, wenn sie überhaupt noch etwas nützen sollten, aufge- boten werden mussten. Ganz entschieden aber stimmt mich gegen Enger's Ansicht die Erwägung, dass es unnatürlich sein würde, wenn Tekmessa, falls sie wirklich ausgeschlossen wurde, völlig stumm bliebe. Der Schmerz freilich über schon vollendetes Unglück hat in seiner höchsten Steigerung keine Worte; aber die Angst um kommendes, und nicht etwa in weiter Ferne herankommendes, sondern in nächster Nähe drohendes Unheil lässt den Mund nicht schweigen. War Tekmessa draussen, Aias aber in dem Zelte eingeschlossen, so musste sie jeden Augenblick denken, dass derselbe jetzt drinnen seinem Leben ein Ende mache. Und kein Laut der Angst sollte aus ihrem Munde kommen? Sie sollte nicht mit Bitten, Aufforderungen, jammervollen Klagen den Chor bestürmen? Sollte das Verbot eines strengen Gatten so viel Gewalt haben über die Verzweiflung eines liebevollen Herzens? Und sollte der Chor gar nicht daran denken die unglückliche Frau zu trösten, ja sogar in seinem Gesange ihrem schweren Schicksale kein Wort theilnehmender Erwähnung schenken? Gegen Welcker's stumme Scene sprechen gewiss viele und erhebliche Indicien; aber blos psychologisch betrachtet erscheint mir dieselbe viel eher möglich als die von
„Enger vorausgesetzte. 1
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