Aufsatz 
Über die geometrischen Örter der Spitze eines Dreiecks von konstanter Grundlinie unter verschiedenen Bedingungen / von Carl Weidenmüller
Entstehung
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Wendt's Grundriß. Lektüre nach dem Leſebuche von Hopf und Paulſiek. Memoriren und Recitiren von Gedichten. Schriftliche Uebungen. Schmittdiel.

3. Latein: 10 St. Regelmäßige Formenlehre nach Meiring's Elementargr. Kapp. 1 44 mit Auswahl. Mündliche und ſchriftliche Ueberſetzungen nach Oſtermann's Uebungsbuche 1. Abth. nebſt vorher⸗ gehendem Memoriren der Vokabeln nach deſſen Vokabularium 1. Der Ordinarius.

4. Geographie: 2 St. Geographiſche Vorbegriffe. Allgemeine Beſchreibung Europa's und Deutſch⸗ lands, nach dem Leitfaden von Gegenbaur. Schmittdiel.

5. Rechnen: 4 St. Das Zahlenſyſtem. Die vier Grundrechnungsarten mit unbenannten und benannten Zahlen. Zerlegen der Zahlen in Faktoren mit Anwendung auf einfache Regeldetri⸗Aufgaben. Rathmann..

6. Naturkunde: 2 St. Beſchreibung von Säugethieren und Vögeln. Dr. Weidenmüller.

7. Geſang: 1 St. Erklärung und Einübung der Notenſchrift. Dynamiſche und rhythmiſche Uebungen. Einübung von Liedern nach dem Sängerhain von Erk und Greef. Henkel.(ſeit December Geſang.)

8. Zeichnen: 2 St. Geometriſches und perſpektiviſches Zeichnen geradliniger Körper und Zuſammen⸗ ſtellung architektoniſcher Gebilde. Anfänge im Landſchaftzeichnen mit leichter Schattirung. Binder.

9. Schreiben: 3 St. Einübung der deutſchen und lateiniſchen Schrift in genetiſcher Folge. Rathmann.

Die Geſangübungen der Seletta leitete in 2 St. wöchentlich der Seminarlehrer Dr. Henkel und ſeit deſſen Erkrankung vom Monat December an Herr Kantor Geſang. Außerdem wurden die katholiſchen und evangeliſchen Schüler abwechſelnd 1 St. wöchentlich im Choralgeſange geübt.

Zeichenunterricht für Geübtere, woran im Ganzen 33 Schüler der Tertia, Sekunda und Prima (im S. 31, im W. 17) Antheil nahmen, ertheilte jeden Mittwoch von 13 Uhr der Zeichenlehrer Binder. Es wurden Zeichnungen in Bleiſtift, Kreide und Aquarell⸗Farben angefertigt.

Die Turnübungen wurden im Sommerſemeſter unter Leitung des proviſoriſchen Turnlehrers Friedr. Jänecke in 6 St. wöchentlich mit drei verſchiedenen Abtheilungen betrieben; außerdem war noch 1 St. für Vorturner aus allen drei Abtheilungen. Jede Abtheilung zählte 50 60 Schüler. Im Ganzen betheiligten ſich 187. Der Anfang wurde regelmäßig, und meiſtens auch der Schluß, mit Freiübungen(nach Spieß) gemacht. Bei dem Turnen an Geräthen(nach Jahn und Eiſelen) wurden hauptſächlich Hanteln, Stäbe, Reck, Barren, Pferd, Springel, Schwebebaum, Schaukelringe und Klettergeräthe benutzt. An jedem Geräthe turnte eine Riege von 8 10 Mann c. 12 Minuten. Im Winter konnte wegen mangelhafter Beſchaffenheit der Turnhalle nur eine kleinere Zahl von(52) Schülern zu jenen Uebungen herangezogen werden, die aber mit Ende Januar ganz eingeſtellt wurden, weil der Turnlehrer von da ab die Central⸗ Turnanſtalt zu Berlin beſuchte, um ſich die vorſchriftsmäßige Qualifikation zu erwerben.

Eine eigene Schwimmanſtalt für das Gymnaſium war im verfloſſenen Schuljahre nicht errichtet worden, weil das erforderliche Unterrichts⸗ und Aufſichtsperſonal von Seiten des 83. Infanterie⸗Regiments nicht überlaſſen werden konnte. Dagegen war durch die zuvorkommende Güte und Freundlichkeit des Herrn