Aufsatz 
Zur Geschichte der Selektenschule
Entstehung
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Hierdurch wurde die nöthige Zeit gewonnen, um einmal das Fran⸗ zöſiſche als die erſte fremde Sprache in der II. Klaſſe mit einer bedeutenden Stundenzahl(6 Stunden wöchentlich), ſowie in der III. Klaſſe das Engliſche während der lateiniſchen Stunden der Gym⸗ naſialſchüler mit den Realſchülern(5 Stunden wöchentlich) beginnen, und überdies den naturhiſtoriſchen Unterricht, der früher mit dem geographiſchen vereinigt war, in die II. und III. Klaſſe als be⸗ ſondere Disciplin einführen zu können. Unſere Einrichtung zeigte ihre günſtige Wirkung insbeſondere für die Förderung der klaſſi⸗ ſchen Sprachen dadurch, daß von da an unſere an das Gymnaſium abgehenden Schüler nicht nur, mit ſeltner Ausnahme, nach III* kamen, in der ſie meiſtens gut beſtanden, ſondern einzelne ſogar nach einem Semeſter in die II* übergingen.

Während dieſe Reformen in der inneren Organiſation der Selektenſchule vorgenommen wurden, ließen wir die äußere nicht außer Acht. Die Nothwendigkeit einer ſolchen, ſowie die Art und Weiſe, wie dieſelbe vorzunehmen, bildeten vielmehr einen ſteten Gegenſtand des Geſpräches unter den Kollegen. Allein wegen der bedeutenden Koſten, mit denen eine ſolche nothwendig verbunden war, wagten wir es lange Zeit nicht, mit unſern Anſichten her⸗ vorzutreten. Da unterdeſſen an andern hieſigen Schulen in dieſer Beziehung rüſtig vorgegangen wurde, ſo daß wir mit Recht be⸗ fürchten mußten, hinter den andern hieſigen Anſtalten zurückzu⸗ bleiben, überwanden wir die bisherige Scheu und legten unſere Anſicht über die Reform unſerer Schule in einer der katholiſchen

gung deſſelben für die Realſchule entſchieden das Wort reden, ſchon weil die Zeit von 2 bis 3, höchſtens 4 Jahren in Klaſſen mit zweijäh⸗ rigen Lehrkurſen viel zu kurz war, um etwas Erſprießliches zu leiſten, während die ſtudierenden Schüler durch das Zuſammengehen mit den Realſchülern entſchieden in ihren Fortſchritten gehemmt wurden.