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Seele befindlichen ähnlichen Vorſtellungen, welche gewöhnlich dadurch, daß eine neue ähnliche gegeben iſt, nach dem Geſetze der Reproduktion ins Bewußtſein gerufen werden, wird der Menſch demnach den neuen Gegenſtand unter die bereits bekannte Vorſtellung aufnehmen und mit dem für dieſe Vorſtellung vorhandenen Laute benennen. Einige Bei⸗ ſpiele möͤgen das Geſagte erläutern. Wenn die Schlange im Sans⸗ krit sarpa, lat. serpens heißt, ſo kommt dies daher, weil unter den verſchiedenen Merkmalen, welche die Anſchauung dieſes Thieres bil⸗ deten, das Merkmal des Kriechens unwillkürlich hervorgehoben und unter die bereits bekannte Vorſtellung kriechen, im Sanskrit srip. auf⸗ genommen, appercipiert wurde. So heißt der Mond„der Zeitmeſſer“, die Sonne„die Erzeugerin“, die Erde„die Gepflügte“, der Wolf „der Zerreißer“, der Vogel„der Fliegende“, die Maus„die Diebin“, der Hahn(die Wurzel in canere)„der Krähende“, der Eſel„der Tragende“, das Vieh, pecus„das Freſſende“, der Menſch„der Denkende“, die Tochter„die Melkerin“, der Vater„der Schützende“, der Bruder„der Helfende“, smara, im Sanskrit die Liebe, kommt von smar ſich erinnern, woher auch unſer Schmerz; Minne von einem goth. Wurzelwort minan, denken, ſich erinnern u. v. a. In allen dieſen und vielen tauſend andern Fällen ſind für die Vor⸗ ſtellungen keine neuen Sprachelemente geſchaffen, ſondern vermöge der Apperception iſt an bekannte Vorſtellungen und Laute angeknüpft, und ſind die letzteren auf die neuen Vorſtellungen übertragen. Es iſt außer allem Zweifel, daß auf dieſe Weiſe die meiſten Dinge, Thä⸗ tigkeiten und Eigenſchaften benannt worden ſind Wo wir die Ety mologie eines Wortes genauer unterſuchen, kommen wir auf eine Wurzel, welche irgend ein Merkmal, meiſtens ein thätiges, energiſches des Gegenſtandes bezeichnet; ſelbſt Wörter, welche eine durchaus ein⸗ fache und alſo urſprüngliche Anſchauung auszudrücken ſcheinen, haben in der That dennoch eine abgeleitete Bedeutung. So bedeutet facere, machen,„ſein laſſen“, und clamare, wie auch unſer rufen„hören laſſen“.
Betrachten wir dieſen Vorgang des Appercipierens etwas näher, ſo liegt in der Schöpfung jedes Wortes vermittelſt deſſelben ein un⸗ entwickeltes Urtheil, in welchem der zu benennende Gegenſtand das Subjekt und die bekanute Vorſtellung, unter welche die neue An⸗
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