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Geiſteserzeugniſſe, insbeſondere ſeiner Kunſt, dem ſie erſt das eigent⸗ liche Gepräge gibt; ¹) von der patriotiſchen Geſinnung, von der Be⸗ geiſterung für die Nationalität iſt die Kraft und Fähigkeit eines Volkes, ſeine Selbſtändigkeit und ſtaatliche Unabhängigkeit gegen jeden Angriff von außen zu wahren, vorzugsweiſe bedingt. ²*) Die Geſchichte aller Zeiten von den Schlachten bei Marathon und Ther⸗ mopylä, im Teutoburger Walde und bei Idiſtaviſus bis herab zu unſeren Tagen liefert uns Beiſpiele in Menge, daß ſelbſt kleine, aber von Nationalgefühl innig durchdrungene Völker ihre Unabhängig⸗ keit ſiegreich behauptet haben, während weit größere Staaten, denen es aber an dieſer Eigenſchaft fehlte, wenn nicht zu Grunde gegangen,
¹) So bewundern wir nicht am wenigſten wegen ihres nationalen Gepräges im Alterthume die Kunſt, insbeſondere die Poeſie und Skulptur der Griechen und in der neueren Zeit die Poeſie und Malerei der Spanier.
Dies gilt zwar von allen Völkern, ganz beſonders aber von jenen, deren ſtaatliche Organiſation, wie das auch bei uns der Fall, zu locker und loſe iſt, als daß im Falle eines Angriffs die Kraft der Nation ſich raſch zu⸗ ſammenfaſſen und einheitlich lenken läßt. Hier muß das Nationalgefühl und die patriotiſche Begeiſternng, wie das bei uns im Befreiungskriege geſchah, erſetzen, was an politiſcher Organiſation abgeht.„Die Kraft des National⸗ gefühls und ſie allein kann einſtweilen die Organiſation erſetzen, welche die Ungunſt der Zeiten uns bisher verſagt hat. Ein Nationalgefühl, das von dem Entfernten auf das Erreichbare, von dem Wort auf die That gelenkt, von eigenſinnigem Widerſtreben und ſelbſtſüchtigem Begehren geläutert, von dem Ernſt der Gefahr und dem Glauben an ſich ſelbſt durchdrungen iſt, findet in dem, was ſchon gewonnen, die bereiten Mittel, um je nach dem realen Machtverhältniß der Staaten hier Zuſammenwirken und Unterordnung zu erzwingen, dort zu feſtem, kräftigem Handeln zu ſpornen. Ein ſolches Nationalgefühl zu wecken und zu nähren, ſich ihm zu beugen und ſeiner befreienden, ſiegenden und ſchaffenden Gewalt zu ver⸗ trauen, iſt jeder Regierung, jeder Kammer, jeder Partei, jedem Einzelnen geboten und gegeben“ u. ſ. w. S. Erklärung v. Rodbertus, v. Berg und L. Bucher.
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