Anhang
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Hier sei noch atıf das Gedicht von©. F. Meyer hin- gewiesen:»Das Geisterroß«. Hat der Lehrer die Lektüre des‘VII. Buches beendet, so sollte es den Schülern nicht vorenthalten werden, es wird des Eindruckes auf die jugend- lichen Herzen nieht entbehren.!)
[Zu Cäsar VII, 89, 1, 5 und VI, 19, 4.] Das Geisterroß,.
Durch..den dreigeteilten Bogen, des Triumphes prangend Tor, Durch die lauten Menschenwogen dort, zum Kapitol empor, Lenkt den Tanz der weißen Pferde Cäsars lässige Gebärde.,
Hinter des'Triumphes Wagen duldend oder grollend geh'n
Überwund’ne. Ketten tragen Cäsars lebende Trophä’n.
„Dieser“, höhnt es im Gedränge,„dieser Trotz’ge!“ zischt die Menge.
Unberührt vom Hohn der Stunde, starren, traumgefüllten Blicks, Geht, ein Singen auf dem Munde, ruhig Vercingetorix— Fremde Weise, fremde Worte, mit dem Geist an fremdem Orte:
„Cäsar, blendend weiße Rosse hat Hispanien Dir gebracht!
Ellid,, edler Ahnen Sprosse, dunkel ist er, wie die Nacht—
Deine Schimmel, deine viere, tauscht ich nicht mit meinem Tiere.
Ellid heißt der wackre Jager, stark von Wuchs und fest im Bug, Welcher mich ins Römerlager mit gewalt’gen Sprüngen trug.. Der zum Opfer ich gegeben mich für meines Volkes Leben!
1) In diesem Gedichte ist ebenfalls die Auffassung poetisch verklärt, daß Vercingetorix sich für sein Volk gleichsam als Opfer dahingegeben hat. C. F. Meyer, Gedichte, 10. Auflage, pag. 240 ff, Verlag von Hermann Hässel, Leipzig.


