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eines Wechsels, eines Indossaments und eines Acceptes. Einfache Buchführung, geübt an einem fingierten Geschäftsgange.— 7. Schönschreiben. 2 St. Deutsche Kurrentschrift, Buchstaben, Wörter, Sätze. Diktatübungen und kurze Geschäftsaufsätze.
8) und 9) Untersekunda(0. II. 2 und M. II. 2). 1. Religion. a) Evangelische. 2 St. Wiederholungen aus der Bibelkunde. Erklürung eines der synoptischen Evangelien(Lukas). Kate- chismus. Wiederholung von Sprüchen, Liedern, Psalmen. b) Katholische. 2 St. Das apostolische Glaubensbekenntnis nach dem großen Katechismus des Bistums Limburg und die Lektionen des neuen Testamentes nach der biblischen Geschichte von Schuster.— 2. Deutsch. 3 St. Lektüre: Hermann und Dorothea, Wilhelm Tell, Minna von Barnhelm, Homers Ilias nach Voß. Wallenstein. Kleine Vorträge, meist im Anschluß an die Lektüre. Größere Gedichte erklärt und memoriert. Themata der Aufzätze: Oster- cötus 1. Der Schild des Achilles. 2. Die Ortlichkeiten in Goethes»Hermann und Dorothea.« 3. Schilderung einer Feuersbrunst. 4. Die Handlung in Schillers»Wilhelm Tell.« 1. Akt. 5. Gertrud. 6. Hedwig. 7. Tells Rettung auf dem Vierwaldstätter See. 8. Aurora musis amica. 9. Paul Werner. 10. Prüfungsarbeit. Michaeliscötus 1. Vorgeschichte zu Lessings Minna von Barnhelm. 2. Die Schlacht bei Roßbach. 3. Die Donau. 4. Isolani. 5. Die Druiden. 6. Der Zorn des Achilles. 7. Die Thaten des Diomedes. 8. Hektors Abschied von Andromache. 9. Maifest 1894. 10. Major von Tellheim. 11. Philemon u. Baucis.— 9. Latein. 3 St. Lektüre: Caes. bell. Gall. u. Ovid Metam. mit Auswahl. 2 St. Grammatik: Wiederholungen aus der Formenlehre und der Syntax bei Gelegenheit der alle 14 Tage anzufertigenden schriftlichen UÜbungen. 1 St.— 4. Französisch. 4 St. Repetition aus der»Methodischen Stufenfolge« von Plötz und»Übungen zur Syntax für Sekunda und Prima.« Gelesen wurde im Ostercötus:»Marengo und Hohenlinden,« Michaeliscötus: »Expédition en Egypte.« Schriftliche Arbeiten: Ostercötus meist in der Klasse; Herbstcötus: alle 2 Wochen eine Arbeit, abwechselnd Klassenarbeiten und Hausarbeiten.— 5. Englisch. 3 St. Sonnen- burg, 28— 35; Ostercötus: Lektüre im Sommer,»Evangeline« v. Longfellow; im Winter:»Sketch- book« v. Irving; Herbstcötus: Wash. Irving, Life and voyages of Chr. Columbus. Schriftliche Arbeiten wie im Französischen.— 6. Geschichte. 2 St. Deutsche und preußische Geschichte vom Regierungsantritt Friedrichs des Großen bis zur Gegenwart.— 7. Erdbande. 1 St. Die außer- deutschen Länder Europas. Kartenskizzen an der Wandtafel und in Heften.— 8. Mathematik. 5 St. a) Algebra: Logarithmen, Gleichungen des ersten Grades mit mehreren Unbekannten, quadratische Gleichungen mit einer Unbekannten(Bardey Aufgabensammlung). b) Geometrie: Anfangsgründe der Trigonometrie und Berechnung von Dreiecken. Stereometrie: Oberflächen und Volumina einfacher Körper.— 9. Physit. 3 St. Vorbereitender Unterricht: Magnetismus, Elektricität, Akustik, wichtige optische Erscheinungen; propädeutischer Unterricht in der Chemie.— 770. Nataurbeschreibung. Im Sommer Botanik: Pflanzenanatomie und Physiologie, Kryptogamen. Im Winter: Anatomie und Physiologie des Menschen und Repetition der zoologischen Pensa in vergleichend anatomischer Weise.— 11. Zeichnen. 2 St. a) Darstellende Geometrie: Projektionen einfacher Körper und Körpergruppen, Durchschnittsperspektive, einfache Pläne. b) Freihandzeichnen: Stilisierte Pflanzen nach Gips.
10) und 11) Obertertia(O. III. 1 und M. III. 1). 1. Religion. a) Evangelische. 2 St. Das Reich Gottes im Neuen Testament: Lesung entsprechender biblischer Abschnitte. Lernen und Wiederholen des Katechismus, der Lieder und Sprüche. b) Katholische. 2 St. Kombiniert mit II. 2.— 2. Deutsch. 3 St. Häusliche Aufsätze, alle 4 Wochen. Behandlung prosaischer und poetischer Lesestücke; Homer von Voß. Auswendiglernen und Vortrag von Gedichten.— 3. Latein. 4 St. Lektüre: Caes. bell. Gall. 1. und 5. Buch. Grammatik: Das Wichtigste aus der Tempus- und Moduslehre. Schriftliche Übungen alle. 2 Wochen.— 4. Französisch. 5 St. Ploetz, Syntax und Formenlehre 15— 36. Lesen in Ploetz, Chrestomathie, Sekt. III. IV. VII. Auswendiglernen von Ge- dichten aus VIII. IX. Schriftliche Haus- und Klassenarbeiten. Sprechübungen.— 5. Englisch. 3 St. Sonnenburg 18— 28. Lesen von Prosastücken und Gedichten, Auswendiglernen nach Auswahl. Schriftliche Haus- und Klassenarbeiten. Sprechübungen.— 6. Geschichte. 2 St. Deutsche Geschichte vom Ausgang des Mittelalters bis zum Regierungsantritt Friedrichs des Großen, insbesondere bran- denburgisch-preußische Geschichte.— 7. Erdkunde. 2 St. Wiederholung der physischen Erdkunde Deutschlands. Erdkunde der deutschen Kolonien. Kartenskizzen.— 8. Mathematil. 5 St. Diskont-, Termin-, Gesellschafts-, Mischungs- und Münzrechnungen.(Becker und Paul III). Algebra: Pro- portionen, Potenzen, Wurzeln, Gleichungen einschließlich einfacher quadratischer mit 1 Unbekannten (Bardey, Aufgabensammlung). Geometrie: Erweiterung des Pensums über Flächengleichheit und Be- rechnung von geradlinigen Figuren, Proportionalität und Ahnlichkeit; Kreislehre II. Teil.(Kambly.)—
Wöhlerschule 1895. 6


