ftührung, Wechsel, Rimessen und Zahlungen, Spedition, Briefe über Kontokorrente, Briefwechsel zwischen Gläubiger und Schuldner.— 5. Geschichte und Erdkunde. 3 St. Die epochemachenden Ereignisse der Weltgeschichte vom Untergange des weströmischen Reichs bis zur Mitte des 17. Jahr- hunderts, mit besonderer Berücksichtigung der Kultur- und Verfassungsverhältnisse. 2 St.
Wiederholungen aus der Geographie Europas, Asiens und Afrikas. 1 St.— 6. Volkswirtschafts- kunde. 2 St. Handel und Verkehr: das Münz-, Bank-, Eisenbahn- und Steuerwesen; Zollpolitik und Handelsverträge.— 7. Algehra. 3 St. Anwendung von Zinseszins- und Rententabellen auf die
bezüglichen Rechnungen, insbesondere Ermittlung des Zinsfußzes in der Annuitätenrechnung, sowie der Tilgungszeit und des Zinsfußes in der Paritätenrechnung; Paxitätskurs, Zinsfuß und Tilgungszeit für Anleihen von verschiedener Amortisationsdauer; Paritäten und effektive Verzinsung für Anleihen von ganzjährlicher Tilgung und halbjährlicher Verzinsung, für Anleihen mit Steuerabzug bei der Ver- zinsung oder mit Agiozahlung bei der Tilgung. Konvertierungen. Kapitalversicherung auf den Lebensfall. Dauernde, aufgeschobene, temporüre und aufgeschoben-temporäre Leibrenten. Kapital- versicherung auf den Sterbefall. Dauernde, aufgeschobene, temporäre und aufgeschoben-temporäre Lebens- versicherungen. Die Gegenleistungen in einmaligen Einlagen oder in Prämien auf Einlageverlust, einfache Einlagen auch auf Rückvergütung. Sparkassentontinen. Ermittlung von Deckungskapitalien. Anwendung der ermittelten Formeln auf praktische Fälle.— S. Rechnen. 2 St. Kontikorrente mit wechselndem Zins- fuße; Conto nostro und Conto a meta; Gold-, Silber- und Münzrechnung. Einfache und zusammen- gesetzte Warenkalkulationen. Wechsel-, Gold- und Münzarbitragen. Monatlich in Algebra oder Rechnen eine häusliche oder eine Klassenarbeit zur Korrektur durch den Lehrer.— 9. Handelsrecht. 2 St. Artikel 271 bis 359 des Allg. Deutschen Handelsgesetzbuches(nach Textausgabe mit An- merkungen von F. Litthauer): Begriff der Handelsgeschäfte, allgemeine Bestimmungen über Handels- geschäfte; Abschließung und Erfüllung der Handelsgeschäfte; Kauf.— 70. Handelslehre und Buch- führung. 1 St. Maßwesen; Wechsel und Anweisungen. Doppelte Buchführung, geübt an fingierten Geschäftsgängen.— f1. Chemie und Warenkunde. 2 St. Sommer: Waren aus dem Tier- reich und Pflanzenreich. Winter: Einführung in die Chemie nach Arendtscher Methode. An den prak- tischen UÜbungen im Laboratorium(2 St. fakult.) beteiligten sich im Sommer 2, im Winter 1 Schüler.
5) Real-Obersekunda.(R. II. 1). 1. Religion. a) Evangelische. 2 St. Lektüre: Die Apostelgeschichte und ausgewühlte Stellen aus Briefen Pauli. Kirchengeschichte: Das christliche Altertum. b) Katholische. Kombiniert mit I. 1.— 2. Deutsch. 3 St. Ausblick auf nordische Sagen und die großen germanischen Sagenkreise, auf die höfische Epik und die höfische Lyrik. Beson- deres Eingehen auf das Nibelungenlied, das Gudrunlied und Walter von der Vogelweide unter Mit- teilung von Proben im Urtexte. Einzelne sprachgeschichtliche Belehrungen durch typische Beispiele. Erläuterung der einschlägigen dichterischen Formen. Lesen. Das Nibelungenlied, Lieder und Sprüche Walters von der Vogelweide und anderer Minnesänger(Ubersetzung von Legerlotz, Velhagen und Klasing). Schillers Demetrius und Jungfrau von Orleans. Goethes Dichtung und Wahrheit(Deutsche Schulausgaben von Schiller und Valentin I. Teil). Aufsätze: l. Das Orakel. 2. Voraussetzungen zu Schillers Jungfrau von Orleans. 3. Vergleich zwischen»Jungfrau von Orleans« und dem»Armen Heinrich.« 4. Erzählung zu einem Bilde im Städel'schen Kunstinstitute. 5. Gründe, Verlauf und Folgen von Siegfrieds Tod.(Klassenaufsatz). 6. Hannibals Verhalten nach der Schlacht bei Kannae(als Rede oder Zwiegespräch.) 7. Goethes Jugendzeit(nach Goethes Dichtung und Wahrheit Teil I).— 9. Latein. 3 St. Lesen. Ovid, Metamorphosen VII., 661— 699; 753— 865; IX., 98— 140; 145— 272; Sallustius, Coniuratio Cati- linae 6— 50. Übersetzungen(Klassenarbeiten) aus Caesars Bellum civile alle 14 Tage. Gramma- tische Wiederholungen der Formenlehre und der Syntax im Anschluß an die schriftlichen Ubungen. Erklärung und Einübung des daktylischen Hexameters.— 4. Französisch. 4 St. Lektüre im Sommer: Corneille, le Cid; im Winter: Lanfrey, Campagne en 1806—1807. Ausgabe Renger. Grammatik nach Plötz, Syntax und Formenlehre: Tempus und Moduslehre, die Lehre vom Infinitiv; münd- liches Ubersetzen aus Plötz, UÜbungen zur Syntax: alle 2 Wochen eine schriftliche Arbeit, ab- wechselnd Hausarbeit und Klassenarbeit zur Korrektur; Sprechübungen im Anschluß an die Lektüre.— 5. Englisch. 3 St. Lektüre: im Sommer: Scott, the Lay of the Last Minstrel; im Winter: aus Prescott, History of Philipp II. of Spain Vol. III. Die Schlacht bei Lepanto und ff. Grammatik nach Sonnenburg II.; mündliche Ubersetzungen daraus; alle 2 Wochen eine schriftliche Arbeit, abwechselnd Hausarbeit und Klassenarbeit, zur Korrektur. Sprechübungen im Anschluß an die Lektüre.— 6. Geschichte. 3 St. Hauptereignisse der griechischen Geschichte bis zum Tode


