Aufsatz 
Der Anfangsunterricht im Englischen auf lautlicher Grundlage / von Max Walter
Entstehung
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Ubungen, welche ich zur Einprägung der Schrift mit den ersten zwei Versen machen liess, werden in ähnlicher Weise mit den anderen angestellt.

Da in jeder Stunde zwei Verse gelernt werden, sind zur Durchnahme des ganzen Gedichts sechs Stunden nötig.

Der erste Grundsatz bleibt: Genaue Einübung des Lautes der ein- zelnen Worte und deren Zusammenstellung zum Sinnganzen.

2 Jedes bekannte Wort wird von den Schülern festgestellt. Dies sind also in der 2. Strophe 1. Vers those. 2. Vers: and many a, that(zurückbezügliches Fürwort, verglichen mit that I, 3 hinweisendes Fürwort). 3. Vers; the(d0) zum Unterschied von the(dij) in the erening bells. 4. Vers: and, those evening bells. 3. Strophe 1. Vers: and, J; 2. Vers: that. 3. Vers: shall. 4. Vers: and, sueet epening bells. Alle Anklänge an bekannte deutsche nnd französische Wörter werden zur leichteren Einprägung der Bedeutung benutzt, also z. B. mang a manch einer, music, Musik, tells erzählt,(besonders gut zu verwerten, wo die Schüler des plattdeutschen Dialektes mächtig sind) pouth Jugend, and und, home Heim, Heimat, sieet süss, aohen, wenn, als, last letzt, zuletzt, J heard ich hörte, jowous jojyeux, hours heures, passed passé, heart Herz, gay gai, tomb tombe, that das, welches, then denn, dann, damals, more mehr, so so, ill will, wird, gone ge)gangen, tuneful tonvoll, harmonisch, bards Barden, these diese, sing singen, praise Preis.

Die bei der Einübung der neuen Wörter vorkommenden Laute werden an der Lauttafel gezeigt und von den Schülern zu den schon bekannten Lauten in Beziehung gesetzt. Im Anlaute des Wortes foyous lernt der Schüler die Lautverbindung dz(stimmhafter Verschluss- und Reibelaut) kennen, welche mit dem stimmlosen Anlaut ts in chime verglichen wird. Bei der Aussprache des oi-Lautes in joyous werden zur Veranschaulichung ähnlich lautende Wörter gegen- übergestellt z. B. Eul', oil; Keul', coil, wodurch der Unterschied zwischen dem deutschen und englischen Diphthong besonders anschaulich gemacht wird. Nach der Aussprache des offenen kurzen o geht man sofort zum offenen kurzen i über, und an den darauf folgenden stimmhaften J-Laut schliesst sich der unartikulierte Stimmton(°) mit auslautendem s. Der erste Be- standteil des oi-Lautes(à) findet sich noch in den Wörtern was, gone, on wieder. Derselbe Laut erscheint gedehnt(à) in more und walt. Einzelne Schüler, die den Laut durch blosse Nachahmung nicht genau wiedergaben, lernten ihn dadurch, dass ich sie auf das stärkere Zurück- ziehen der Zunge und die breitere Lippenstellung aufmerksam machte. Die Aussprache des in der Schrift durch o bezeichneten Lautes ist jetzt in Wörtern wie borne, born, mourning, morning dieselbe= à. Vgl. das französische o ouvert in mart, tort.

Es wird also darauf zu halten sein, dass die in den Wörterbüchern angegebene geschlossene Aussprache des o-Lautes, also no more mit gleichem Laut, vermieden werde. Der als Ersatz für Schrift-r eintretende unartikulierte Stimmton wirkt auf die vorher- gehenden Vokale ein und bringt sie den offenen Lauten näher oder verwandelt sie ganz zu solchen. So ist also der Laut in their, care offenes e, das im Munde vieler Engländer den Lautwert von gedehntem æ annimmt. Ebenso werden die Vokallaute in hears(II, 4) und Jour (III, 4) durch den folgenden unartikulierten Stimmton in dieser Richtung beeinflusst. Vgl. dazu das deutsche Wort hier mit dem englischen here, hear. Das dem Englischen im Anlaut und vokalischen Inlaut(very) eigentümliche r wird bei der Aussprache von ring(III, 2) geübt. Die einfache Nachahmung gelingt nur wenigen; die meisten lernen die genaue Aussprache erst nach längerer UÜbung. Einige Angaben über Bildung des r führen leichter zu dessen Erlernung. Bei den Schülern, welche Züpfchen-r sprechen, muss eine völlige Verlegung der

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