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Schreibfehler beseitigt werden. Schliesslich vergleicht jeder Schüler die eigene Abschrift mit der an der Wandtafel und stellt Abweichungen fest. Nun lese ich die nächsten zwei Verse mit deutscher Bedeutung vor. Als bekanntes Wort wird dem Klange nach their heraus- gefunden. Dann folgt die Zergliederung des 3. Verses. Ich spreche„outh vor. Der Vokal wird mit dem uno-Laut in music als gleichlautend bezeichnet und derselbe stimmhafte J-Laut wie dort fest- gestellt. Ein Schüler bestimmt den Auslaut an der Lauttafel als p. Of wird dann in seinem vollen Lautwert vorgesprochen und darauf mit Jouth verbunden, wobei es als unbetontes in enger Ver- bindung mit dem Hauptwort stehendes Wort von selbst einen flüchtigeren Laut annimmt. Der UÜbergang des o- in den f-Laut, der durch das Schriftbild oft veranlasst wird, kommt auch auf rein Jautlichem Wege vor, da eben die Neigung, die stimmhaften Laute im Auslaut stimmlos zu machen, von der deutschen Aussprache her sich auch leicht auf die fremde überträgt. Wie schon oben bemerkt, ist hier von Anfang an streng dagegen vorzugehen. Wird der Auslaut in of stimmlos gesprochen, so tritt bei der engen Verbindumg mit houth der Fehler hinzu, dass auch hier der Anlaut stimmlos wird. Also muss man mit zunächst lang andauerndem p-Laut zum J-Laut übergehen und den Stimmton anhalten, während der Lautansatz wechselt. In home wird die Ubereinstimmung des diphthongischen Vokallautes mit dem in those heraus- gefunden und ebenso wie in time auf dem m lünger verweilt als im Deutschen, was als Unter- schied zwischen deutschem und englischem auslautendem m festgestellt und besonders deut- lich an Wörtern gemerkt wird, in denen dem m ein kurzer Vokal vorhergeht, z. B. am, lamb. Nachdem and unter Angabe seiner Wortbedeutung mit vollem Lautwert ausge- sprochen worden ist, wird es mit home verbunden und dann ebenso wie of schon dadurch abge- schwächt, dass es an unbetonter Stelle im Verse steht. Im Gegensatz zum deutschen und Heim mache ich auf das stimmhafte d in and besonders aufmerksam. Nach wiederholter Ubung von and home wird of jouth davor gesetzt und der erste Halbvers geübt. Im zweiten Halbvers, den ich nun vorspreche, finden die Schüler als bekanntes Wort and wieder. In den weiteren drei Wörtern werden sie auf die stimmlosen f-Laute hingewiesen, von denen bei'der Bindung zwi- schen sweet und time zwei in einen zusammenfallen. Zu einer genauen Aussprache des englischen ai-Lautes in time ist schon durch die Artikulationsübung des t ein Anhalt gegeben. Ich habe oben gezeigt, dass man vom dialektischen f-Laut leicht zum englischen t-Laut übergehen kann. Das englischo t wird mit breiterem Ansatz bei zurückgezogener und gehobener Zunge gebildet. Würde ich hiernach deutsches ai aussprechen, so müsste ich die Zunge bedeutend senken und mit der Zungenspitze die unteren Schneidezühne berühren. Dies ist aber der englischen Zungenstellung zuwider; denn gerade durch die im allgemeinen zurückgezogene und gehobene Zunge, sowie durch die geringe Beweglichkeit der Lippen wird auch die Zungen- spitze in der hohen Lage erhalten. Sie reicht also nicht wie im Deutschen an die unteren Schneidezähne heran, sondern nähert sich den oberen. Der mit dieser Zungenstellung gesprochene Vokallaut giebt den ersten Bestandteil des Diphthonges(gerade wie in 4o⁶). Durch geringe Hebung der Zunge findet der Ubergang zum kurzen 1-Laut statt. Befolgen die Schüler die allge- meinen Angaben über Ansetzen der Laute,— und dies geschicht leicht nach einiger UÜbung—. so gelangen sie durch Nachahmung des gesprochenen Wortes in kurzer Zeit zu einer genauen eng lisch en Zungenlage, welche unentbehrlich für eine gute englische Aussprache ist und besonders auch den Vokalen die vom Deutschen verschiedene Klangfarbe giebt. Ist ein Laut wie ai in lime richtig erkannt, so wird er auch in allen anderen Pällen nachgeahmt, selbst da, wo kein Anhalt zur Bildung desselben durch die Lautzusammensetzung 45 betreffenden Wortes gegeben ist. 3


