Aufsatz 
Geschichte der Realschule. Festschrift zur Feier der Eröffnung des neuen Gebäudes für die Realschule i.E. in Oberursel a.T. und des 50jährigen Bestehens des Anstalt am 25. Februar 1913
Entstehung
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Phulſik. 3 Geſchichte. 2 Geographie... 2 Naturgeſchichte. Buchführung 1 Zeichnen... 2 Schönſchreiben. 1 Descr. Zeichnen.. 1 Geſang.... 1

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Großes Kopfzerbrechen und Verbrauch an Tinte verurſachte der Veligionsunterricht, der evangeliſche wie der katholiſche. Es waren nur 6 evangeliſche Schüler da, und der Schulinſpektor Pfarrer Hörter meinte, zwei Stunden jeien für dieſe genug. Sodann wollte der Beirat den katholi ſchen Religionsunterricht in der dritten Klaſſe einem Elementarlehrer über- tragen, um etwas von der Remuneration des Kaplans zu ſparen. Nach langen Verhandlungen jetzte die Regierung jchließlich feſt, daß die beiden Konfeſſionen ganz gleichmäßig behandelt würden und daß jeder der Kapläne 120 fl. erhalten jolle.

Mit geringen Änderungen blieb der Lehrplan die folgenden Jahre derjelbe. Vom Winterſemeſter 1865/66 an wurde die Oberklaſſe in zwei Ab⸗ teilungen unterichtet, ganz nach dem vorgeſchriebenen Lehrplan. Nun war der im Geſetz vorgeſchriebene gewöhnliche Lehrbetrieb erreicht und blieb auch jo in der Folgezeit. Über die Verſuche der Ausdehnung der Vealſchule iſt oben ſchon berichtet. Neben dieſen lehrplanmäßigen Fächern wurde zeitweiſe auch Lateiniſch gelehrt, damit die Schüler, die auf höhere Lehranſtalten über- gehen wollten, dies ohne Zeitverluſt tun könnten.

Am Ende eines jeden Semeſters fanden Prüfungen ſtatt; im Herbſte durch den Dirigenten nicht öffentliche, im Frühjahr öffentliche; zu beiden wurde der Nealſchulbeirat eingeladen, glänzte aber meiſtens durch Abweſen- heit. Mitunter ſandte die Regierung einen Kommiſſar zur Abhaltung der Prüfungen; dies wurde mehrfach von dem Dirigenten beantragt, um dem Gerede entgegenzutreten,man lerne auf der Realſchule nichts. Faſt immer iſt der Bericht über die Prüfungen recht günſtig. An den Schülern wird wiederholt Willigkeit und Lenkſamkeit lobend hervorgehoben, dagegen oft Faſſungsgabe und Verſtändnis vermißt. Geklagt wurde ſozuſagen ſtets über die mangelhafte Vorbereitung, die die Schüler mitbrächten. Allerdings wurden auch alle Schüler, die jich meldeten, aufgenommen. Dies wird aber ſtets damit begründet, daß man niemanden, namentlich nicht die Vollssſchul⸗ lehrer beleidigen wolle, die die Schüler vorher unterrichtet hatten. Dieſer

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