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Phuſik und Chemie jedoch mit Steinholz belegt. In der Creppenvorhalle und in der Halle des Erdgeſchoſſes, ſowie in der Aula ſind hohe Holzpaneele zur Ausführung gekommen, während die Wände der Lehrräume und der Gänge auf 1,55 m Höhe mit hölzernen Sckwinkeln, Sockel und Abſchlußleiſte verſehen jind. Zwiſchen dieſem Holzwerk ſind die Wände mit Cerranova verputzt, im übrigen haben dieſe und die Decken Kalkverputz und weißen Loimfarbenanſtrich erhalten. In ſämtlichen Räumen, jowie in den Korri— doren ſind Bilderleiſten bezw. Bilderſtangen angebracht. Die Verwaltungs— räume ſind tapeziert.
Das Holzwerk iſt überall laſiert; es ſind lebhafte Farben gewählt und dieſe ſind harmoniſch zu den übrigen, in der Farbe teilweiſe gegebenen Bauſtoffen abgeſtimmt worden. Die ſchon erwähnte hohe Cäfelung der Aula iſt durch Lijenen gegliedert, und die von dieſem grünblau laſierten Holzwerk eingeſchloſſenen Wandflächen haben eine gleichfarbige, altgolddurchwirkte Stoffbeſpannung erhalten. Einen beſonderen Schmuck des Feſtſaales bilden jechs mächtige Deckenlaternen, welche den oberen Ceil des durch zwei Ge— ſchoſſe geführten Raumes beleben. Auch die hervorragenderen Verwal— tungsräume des Hauſes haben ſorgfältig durchgebildete Beleuchtungskörper erhalten und bei den einfacheren Lichtträgern der Klaſſen und Korridore wurde, obwohl ſie in ihren einzelnen Ceilen aus Handelsware zuſammen— geſtellt jind, doch Wert darauf gelegt, daß jie in Form und Farbe an— jprechend wirken.
Die Schulbänke— durchweg Zweiſitzer— jind nach dem ſchwellen— loſen Mittelholm-Suſtem geſtaltet. Außer dieſen Bänken, den Experi— mentiertiſchen, ſowie Ciſchen und Seſſeln des Direktorzimmers jind jämtliche Einrichtungsſtücke, auch die vorgenannten Lichtträger, nach Zeichnungen des Architekten hergeſtellt worden.
An der Korridorwand aller Klaſſenzimmer iſt ein Quadratmeter, teil— weiſe in Dezimeter eingeteilt, zur Ubung der Schüler im Augenmaß, an den Decken dieſer Räume iſt eine Windroſe zur Orientierung aufgemalt.
Dem Unterzeichneten ſtand bei der Planbearbeitung und der Auf— ſtellung der Werkzeichnungen auf dem Bureau Herr Otto Gablenz— Frankfurt, zur Seite, während die örtliche Bauleitung Herrn Architekt Georg Reinhard in Oberurſel anvertraut war.
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