Aufsatz 
Geschichte der Realschule. Festschrift zur Feier der Eröffnung des neuen Gebäudes für die Realschule i.E. in Oberursel a.T. und des 50jährigen Bestehens des Anstalt am 25. Februar 1913
Entstehung
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ſchränke eingebaut, welche eine große Anzahl Modelle und Schülerzeich- nungen aufzunehmen vermögen. Weiter iſt von der Halle aus ein Zimmer für den Zeichenlehrer und ein beſonderes TCreppenhaus zugänglich; dieſes führt nach einer, über die höchſte Firſt des Schulgebäudes ſich erhebenden Plattform, welche dem Unterricht in Heimat- und Sternkunde dienen joll. Die Lehrſäle, Vorbereitungszimmer und Laboratorien für Phyſik und Chemie jind mit elektriſcher Kraft, elektriſchem Licht, Gas und Waſſer verſehen. Die Fenſter des Lehrſaals für Phulik haben eine Vorrichtung zur völligen Verdunkelung des Raumes erhalten, während in den Lehr jälen für Naturkunde und Chemie, ſowie im Laboratorium für Phyſik eine ſtarke Lichtdämpfung durch dunkel gefärbte Vorhänge herbeigeführt wer- den kann. Im Saal für Naturkunde und in der Aula jind Steckkontakte zum Anſchluß eines Projekkttions-Apparates angelegt worden. Mit dem elektriſch betriebenen Curmuhrwerk, welches die Zeiger des weithin ſicht baren Zifferblattes an einer Lukarne des Auladaches bewegt, iſt ein Zeit jignalwerk verbunden, das Beginn und Schluß der Unterrichtsſtunden in den Korridoren der drei Geſchoſſe, im Hofe und in der Curnhalle anſchlägt. Vom Erdgeſchoß führt das Creppenhaus II nach dem Untergeſchoß und dem hier angeordneten Laboratorium für Chemie, jſowie dem Raum für Handfertigkeits-Unterricht, während man über die Haupttreppe l nach dem Raum für Fentralheizung(Niederdruckdampfheizung) mit Kokslager gelangt. Außerdem vermittelt dieſe Creppe den Verkehr der mit Fahr rädern ankommenden Schüler durch den hier angeordneten Abſtellraum, welcher von der Liebfrauenſtraße aus über eine Nampe zugänglich iſt. Ebenfalls mit beſonderem Eingang von dieſer Straße her und die Fahrrad rampe überwachend, liegt hier unter den, um o,6oem über dem Erdgeſchoß fußboden angeordneten Bibliotheksräumen die Schuldienerwohnung, be ſtehend aus 3 Zimmern, Küche, Bad und Zubehör. In den beiden oberen Geſchoſſen ergeben ſich noch zwei kleinere, verfügbare Räume am Ende des Querflügels und ein Raum für Reinigungsgeräte. Auf einige Beſonderheiten der Anlage ſei noch hingewieſen. Wie die Curnhalle nur durch die Kleiderablage betreten werden kann, wo die Schüler zunächſt Curnſchuhe anlegen, um das Hineintragen von Schmutz in die Halle zu vermeiden, ſo iſt aus demſelben Grunde keine direkte Ver bindung zwiſchen dem Curnſaal und dem Turnho hergeſtellt, vielmehr ver mittelt das Hofportal unter der Haupttreppe I über die Vorhallentreppe und die Kleiderablage den Verkoehr zwiſchen Halle und Hof. Dieſer Turn platz iſt jo gelegen, daß ihm die Korridorſeite des Querflügels zugekehrt iſt, wodurch das Eindringen ſtörenden Geräuſches vom Hofe her in die Klaſſen V räume vermieden iſt.

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