Aufsatz 
Tegnérs Stellung zur Theologie und Philosophie sowie zu den religiösen Richtungen seiner Zeit / R. Waldeck
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licherweise, äussert der geistvolle Litteraturhistoriker Wiesel- gren, könnten doch Organe, geschaffen für eine höhere Weltord- nung, in die wir dereinst eingehen, Organe, die somit zu dem hier verborgenen Gα̈☛ πννεκνμιμα☚τιεινν gehören, der einst aufer- stehen soll aus dem in der Regel allein hienieden wirksamen -.⁴α,σ νονμάν, der im Tode stirbt,* bei dem Einen oder An- deren aus zufälligen Veranlassungen vor der Zeit theilweise ent- wickelt werden. So kann ja in der Puppe bereits der eine Schmet- terlingsflügel halb entrollt sein, ehe noch die Stunde da ist, wo der bunte Sommervogel selbst die umschliessende Hülle durch- bricht. So schiesst bisweilen eine Blume schon an der Wurzel auf. War etwa Swedenborg so ausnahmsweise zu früh entwickelt, halb Puppe, halb Schmetterling, war er eine Blume an der Wur- zel ohne dazwischen befindlichen Stengel? Ist doch der Magne- tismus nichts weiter als ein Versuch, mit Menschenfingern den Schmetterling zu entwickeln, noch ehe seine Stunde gekommen ist.** Ohne uns auf die Erörterung so schwieriger und stach- lichter Fragen, über welche die Akten wohl noch nicht geschlossen sind, hier einzulassen, kommt es nur darauf an, Tegnérs Stellung zu Swedenborgs Lehre zu bezeichnen. Längere Zeit hatte er dessen religiöse und wissenschaftliche Anschauungen kaum anders als traditionell gekannt und auf die Correspondenzlehre nur flüch- tige Blicke geworfen. Mit seinem Freunde, dem Professor der Theologie Hellstenius, der ein enthusiastischer Bewunderer Swe- denborgs war, pflegte er nicht selten über denPythagoras des Nordens gutmüthig zu scherzen, wobei dieser denn auch um eine pikante Antwort nicht verlegen war. Späterhin fand er sich ver- anlasst, seine frühere Meinung wesentlich zu modifiziren, und der berühmte Theosoph galt ihm, nach dem was er nun von ihm wusste, unbestritten als das grösste Genie, das die schwedische Erde getragen habe.*** Liegt auch in diesen Worten durchaus

1. Cor. 15, 44 ff.

Die Stelle siche bei: Adlersparre, Anteckningar om Bortgůngne Samtida. Stockholm, 1859. S. 42.

Kahl, 231.