Aufsatz 
De Bacchiadis Corinthiorum / scripsit Carolus Wagner
Entstehung
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Unſere inländiſche Gymnaſialprogramme von 1854 ſind angezeigt in Mützells Gymnaſialzeitſchrift, Octbr. 1855, S. 808, das hieſige Programm von 1855 in A. S. Z., Nr. 47 vom 19. April 1855. Piſtor's Lehrbuch der Geographie für Gymnaſien und Bürgerſchulen, 5. Auflage, angezeigt in A. S. Z., Nr. 146 vom 7. December 1854. Lauteſchläger's Beiſpiele und Aufgaben zur Algebra für Gymnaſien, Realſchulen und zum Selbſtunterricht ſind 1855 in der zweiten Auflage bei Diehl erſchienen nebſt den Auflöſungen der Beiſpiele, angezeigt nebſt deſſen Lehre von den Zinſen in der pädagog. Revue, Mai 1855, S. 865, auch in Nr. 18 der A. S. Z. vom 30. Juni 1855 als durch Behandlungsart, Tact, Methode und Befriedigung beſonderer Bedürf⸗ niſſe ausgezeichnet gerühmt. Wagner's Lehren der Weisheit und Tugend ſind in der 22ſten von Prof. Wagner beſorgten Ausgabe erſchienen, gewürdigt in Nr. 89 der Darmſtädter Zeitung vom 30. März 1855 und von Prof. Hoffmann in Anspach in Jahn's Jahrbüchern für Philologie und Pädagogik B. 71, H. 6, S. 316. Letztere Anzeige lautet: Es iſt Ref. ein ſüßes Gefühl, ſich veranlaſſt zu ſehen, Wagner's Lehren u. ſ. w. zur Anzeige zu bringen; denn er gedenkt dabei der Zeit, da dieſelben ſeine eigene Jugend erquickten, erfriſchten und ſtärkten, als der liebenden Mutter weiſe Auswahl das treffliche Buch unter die Weihnachtsgaben gelegt hatte, und ſein Gefühl ſteigert ſich zur Empfin dung dankbarer Pietät. Das Buch iſt mit dem Ref. nach dem Tirocinium der Jugend auch zur Kraft des Mannes erſtarkt, und es hat mit- und angenommen, was die Zeit zu dieſer Reife zum vollkommenen Mannesalter ihm bot. Aber es iſt dabei treu geblieben dem erhabenen Ziele, zu dem der erſte Bildner es beſtimmte, hat von dem nichtsſagenden Klingklang einer leeren Muſe nichts an- und aufgenommen, aber die Bekanntſchaft des beſten und kräftigenden, wahrhaft bildenden und fördernden geſucht und gefunden und iſt ſo ein rechter Segensquell geworden, für den die Bezeichnug Lehren der Weisheit und Tugend nicht ein verlockender Aushängſchild iſt. Es hat aber auch bei dieſem raſtloſen Streben nach Vervollkommnung die große Schaar ſeiner Brüder weit überlebt und zählt zu den ſeltenen Erſcheinungen, daß es jetzt in rechtmäßiger Ausgabe zum 22y). Mal aufgelegt wurde, ein Teſtimonium für ein derartiges Buch bei ſo ungemeſſner Concurrenz, das zu den vollgültigſten und ehrenvollſten gehört. Der liebend der Pflege des Buches ſich angenommen hat, der hat aber auch ſein treffliches Geſchick, für die deutſche Jugend das beſte und rührendſte aufzufinden, durch die um⸗ ſichtigſte Answahl bewährt, und indem er den gelungenſten Erzeugniſſen der Neuzeit Stelle und Aufnahme gewährte, iſt er doch nicht in den Fehler ſo vieler verfallen, die über dem Haſchen nach dem Neuen das treffliche Alte vornehm ignorirten, wodurch Gefahr drohte, daß unſere deutſche Jugend von einem Chamiſſo, Rückert u. a. wohl zu ſagen weiß und einen Gellert, Gleim, Hölty n. ſ. w. kaum dem Namen nach kennt.Bei der Auswahl unſerer Saatfrüchte waren Geſundheit, Schönheit und Leben erzeugende Kraft derſelben entſcheidend, für Kopf und Herz ſollte gleichmäßig geſorgt, dem jugend lichen Weſen gemäß aber mehr durch Beiſpiele als Lehren gewirkt werden. So der Herausgeber in der Vorrede. Und dies iſt ſo preiswürdig geſagt und darf ſo auf die allgemeine Zuſtimmung aller richtig denkenden Jugendfreunde rechnen, daß der Ref. nichts weiter hinzuzuſetzen braucht, als daß der mit dem Geiſte des Alterthums wohlvertraute und durch daſſelbe hochgebildete Herausgeber dieſem Programme bei jedem einzelnen Stücke vollkommen treu geblieben iſt. Und ſo empfiehlt er das Buch, das äußerlich beſtens ausgeſtattet ſeinen neuen Lauf beginnt, mit dem ſtolzen Gefühl, mit dem ein Freund den bewährten alten Freund nach einem fremden Orte hin einen Empfehlungsbrief mitgibt, im voraus gewiſſ, daß er bei dem Empfänger Dank ſich verdient, ihm zu der Be kanntſchaft verholfen zu haben. Die ſächſ. Schulztg. in Nr. 23 vom 10. Jun. 1855 ſagt: Wagner'sLehren der Weisheit und Tugend haben auf dem Felde der pädagogiſchen Literatur ſchon ſeit langer Zeit einen ſehr guten Ruf, wie denn auch mit voller Gewiſſheit auzu