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den an demselben wirkenden Herren Direktor Prof. Güth und Prof. Siebert den ihnen Allerhöchst verliehenen Roten Adlerorden IV. Klasse.
Hierauf begrüßte der Vorsitzende des Kuratoriums, Herr Bürgermeister Heß, den neuen Direktor und das neue Lehrerkollegium in herzlichen Worten und sprach den Wunsch aus, daß der Segen auf ihrem Wirken ruhen möge.
Herr Direktor Prof. Güth dankte, zugleich im Namen des Herrn Prof. Siebert, für die Auszeichnung, wünschte sodann der neuen Anstalt Glück und Gedeihen und sprach die Hoffunung aus, daſs die Lehrerkollegien der beiden Austalten sich stets ihrer früheren Zusammengehörigkeit bewußt bleiben möchten.
Herr Prof. Wickel, das dienstälteste Mitglied des neuen Lehrerkollegiums, über-— brachte in dessen Namen dem Direktor die herzlichsten Glückwünsche und versicherte ihn der wärmsten und treuesten Unterstützung.
Der Direktor dankte darauf allen Vorrednern und versprach, die Schule zu ge- stalten zu einer Stätte, in weloner der gesunde Realismus neben dem gesunden Idealismus wohne, einer Stätte der Gottesfurcht, der Zucht, des Gehorsams, der Ordnung, der selbst- losen Arbeit, des bescheidenen, aber festen Vaterlandssinnes, einer Stätte, für die der Wahlspruch gelten solle: Fürchtet Gott, liebet den Nächsten, ehret den König!
Mit einem Chorgesang schloß die erhebende Feier, und es erfolgte ein Rundgang durch die Räume der Austalt.
Der Allerhöchste Geburtstag Seiner Majestät des Kaisers und Königs wurde am 27. Januar durch einen Festaktus begangen, bei welchem Herr Oberlehrer Vogeldie Festrede über des Großen Kurfürsten Flotten- Handels- und Kolonialpolitik hielt.
An den Geburts- und Todestagen der Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III. ge- dachten die Ordinarien in ihren Klassen der Verdienste der beiden Herrscher.
Auf Befehl Sr. Majestät fiel am 10. Mai der Unterricht aus.
Am 27. Februar fand zur Feier der Silbernen Hochzeit Ihrer Majestäten ein Festaktus statt, bei welchem der Direktor die Rede hielt.
Am 9. Mai fand zur Erinnerung an die hundertste Wiederkehr von Schillers Todestag eine Feier statt, bei welcher Herr Oberlehrer Abt die Festrede hielt.
Am 2. September unternahmen die Klassen unter Führung ihrer Ordinarien Ausflüge in die Umgebung Wiesbadens.
Am 27. September besuchte Herr Prov.-Schulrat Dr. Kaiser die Anstalt und wohnte dem Unterricht in verschiedenen Klassen bei.
Durch Allerhöchste Ordre vom 10. Mai 1905 wurde dem Prof. Wickel der Rang der Räte IV. Klasse verliehen.
Die Pfingstferien dauerten vom 10. bis 19. Juni; die Sommerferien vom 15. Juli bis 14. August; die Herbstferien vom 30. September bis 13. Oktober; die Weihnachtsferien vom 23. Dezember bis H. Januar 1906.
Die Krankheiten im Lehrerkollegium waren unbedeutend, mehrere Tage fehlten nur Prof. Wickel(4) Dr. Berlit(4), Dr. Mahlinger(7). Der Gesundheitszustand der Schüler war weniger günstig; einige wurden sogar von recht lange andauernden Krank- heiten befallen.
Beurlaubt waren die Herren Ohlenburger und Gut(1 Tag) zur Teilnahme an einer Lehrerversammlung in Frankfurt a. M.; Oberlehrer Vogel(5 Tage) zur Verlängerung eines Ferienaufenthaltes in England; Dr. Mahlinger und Vogel(1 Tag) als Schöffen;
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