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Ihm gebührt der Ruhm, das πεναι³⁶ν svos vorzüglich gehoben zu haben. Das Wesen und die Bedeutung desselben lieégt in der schönen Darstellung der Form, und als Hauptziel wird eine angenehme Wirkung erstrebt durch künstlerische Behandlung, und hierin ist Isokrates Meister. Schon die Satzbildung erhielt durch ihn ein besonderes, vordem nicht gekanntes Gepräge.
Er sorgt für ein äußeres, in das Gehör fallendes Entsprechen der im Gedanken sich entsprechenden Satzglieder nach Art der älteren sophistischen Rhetoren; aber theils sucht er dies nicht mit solcher Klein- lichkeit im Klange der einzelnen Worte, sondern mehr im Numerus der ganzen Sätze, theils unterbricht er die sich genauer entsprechenden Satzglieder auf eine ungezwungene Weise durch freiere, weniger regel- mäßige Stücke, theils endlich weiß er bei längeren Reihen antithetischer Glieder durch eine größere Ausdehnung der Sätze, die besonders gern im dritten Gliede und am Schlusse eintritt, ein gewisses Ansteigen und Anschwellen des Redestroms hervorzubringen, wodurch eine ganz neue, kräftige, lebhafte Bewegung in diesen antithetischen Satzbau gebracht wird. Hie und da mag wohl der Ausspruch des Dionysius(de Isocrate judic. cap. 12.) dobXeust— Siiyota oManuꝓ ri SO e eeee sich bestätigen; indes kann dadurch im allgemeinen das günstigste Urtheil nicht beeinträchtigt werden.
Wie in den einzelnen Sätzen und Satzverbindungen, so herrscht auch in der Periode Einfachheit der Anordnung, Fasslichkeit und Vebersichtlichkeit, sowie Symmetrie, welches Zusammentreffen günstiger Eigenschaften vorzüglich bewirkt, dass der Zuhörer die Summe des Vortrages leicht behält und mit ungetrübter Aufmerksambkeit willig folgt. Perioden von einem Umfange und einer Rundung wie in lsokrates Schriften waren früher nicht bekannt.
Wiewohl schon dem Sophisten Thrasymachos, einem Zeitgenossen des Antiphon die Kunst beigelegt wird, die Gedanken zusammenzuflechten und abzurunden( bQονοοααν ν vOαμα œ εμτ̈οσ⁵να νοωοQ᷑ϊοσ ꝛ˖εευ Theophrast. bei Dionysius, de Lysia iudic. cap. 6.), so wird Isokrates von den Alten als derjenige anerkannt, welcher, um den alten Ausdruck beizubehalten, den ντπ νο, Kreis der Rede, eingeführt, wodurch er sich hauptsächlich von den übrigen Rhetoren unterscheidet.
Isokrates war es, der immer einen verhältnismäßzig großen, frucht- baren, mit dem Verstande auch das Gefühl ansprechenden Hauptgedanken suchte, in diesem gewisse, einander entgegenstehende Punkte auffasste, wie: die alte und neue Zeit, die Kräfte der Hellenen und Barbaren, und indem er den Hauptgedanken in einem klaren Fortschritte von Folgerungen und Schlüssen durchführte, auf jeder Stufe dieser Gedanken-


