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Finkensiepen, Finkenseifen, Gierseifen(zu Geier?), Rabenseifen, Rammsiepen(zu Raban= Rabe), Schneppenseifen, Schneppsiefen, Hühnersiepen(Feld- oder Birkhühner), der Sperberseifen und allgemein Vogelseifen, Vogelsiepen, nach Wassertieren: Fisch- slefen, Peddensiepen(zu Padde= Frosch), Fyelseifen(zu Egel, Blutegel); nach Insekten: Hummelsiepen, Iimmensielr, aber auch nach Haustieren, denen sie als Weideplatz dienten: Bockseifen, Eselssiepen, Geissseifen, Hammelseifen, Ochsensiepen, Ossiele(Osse nieder- deutsch= Ochse), Künseifen, Schafseifen, Rossiepen, Hengstsiepen, Perseifen und Persiep(zu Perd= Pferd); daran schließt sich Hundseifen, Haundssiefen und Katten- stepen(vielleicht von Wildkatzen) und ganz allgemein Thierseifen.
Als Standort von Pflanzen werden bezeichnet: Kirschseifen(Vogelkirschen), Kirschsiepen, Körschsiefen, Eichenseifen, Eichensiepen, Assiepen(zu Asc= Esche), Birkenseifen, Lindenseifen, Holderseifen(Wachholder oder Maßholder), Heistertseifen (Heister= Ulme), Hülsiepen(zu huls= Stechpalme), SGtockseifen und Steckensiepen (Stöcke= Wurzelstöcke, Stecken= junge Bäume), Krautseifen(Heidekraut), Appich- seifen(Appich, Eppich= Epheu), Hoppensiele(wilder Hopfen), Dassiefen(zu dahs= Moos), Dornseifen, Dornsiepen, Liliensief und Hafersiepen.
Nach andern Eigenschaften heißen: der Wechselseifen(vom Wildwechsel?), der dJehrseifen(zu gären, schäumen), Wirbelsiefen, Steinseifen, Steinsiepen, Steinsiel(die über Steine fließen), Nebelsiepen(über dem oft Nebel ruht), Leisiefen(zu Lei= Fels).
Undeutlich ist Nadelstepen und Ringelsiepen; steckt in Siebenstefen wirklich die Zahl 7? war Streitseifen Gegenstand des Streites?
Wir kommen zu den Seifen, welche nach der Lage oder dem Orte benannt sind:
Den UÜbergang bilden die Namen, welche den Seifen als Quellgebiet eines Flusses oder Baches oder wenigstens als zu ihm gehörig bezeichnen, wie Aggersiefen, Wiehl- siefen, Elöbseifen, Nitæseifen(Nitze ist ein Quellfluss der Nette in der Eifel), auch Ell- siepen(= Elbsiepen, Elbbach im Bergischen bei Haan) und allgemein Klingsiepen(zu Klinge= Bach) und Becksiepen.
Daran schließen sich Bornseifen, Aulseifen, Olsiepen, Olseifen, Oelersiefen, Ohlkensiep(zu Auel, Ohl= Wiese am Wasser), Thalseifen, Kehlseifen Kehle= fauces, Schlucht), Küttensiepen(Kütte, Kaute= Vertiefung), Pannensiepen(Pfanne= Ver- tiefung), Schlingensiepen(Schlinge= Schlund), Schluchlsiepen, sodann Ackersiepen, Huschsiepen, Bodenseifen, Grundseifen, Erdsiele, Feldsiefen, Heckseifen, Hedtsiepen (zu Heide), Heidsielc, Holæsiepen, Kampseifen, Lohsiepen, Lohrsiepen(zu loh= lucus), Wustseifen, Wustseifen, Werthsiepen(Werth= Land am Wasser, Insel), Buchseifen (das Buch= der Buchwald), Eichholeseifen, Forstseifen, Bracksiel, Brackensielr(zu Brache, Brachland), Brochsiepen, Brocksiele, Bruchertseifen(zu Bruch); endlich die Nassauischen Flurnamen Feldseih, Hainseih, Struthseih(Struth= Wald), Erdbornseih.
Daran schließen sich die nach„Gebilden von Menschenhand“ genannten, wie Burgseifen, Brückenseifen, Galgensiell, Weierseifen, Warfsiepen(zu Werft= Aufwurt, Erdhügel), Schüersiepen(zu Scheuer), Kottsiepen(zu Kotten), Schmittensiepen, Schmidt- siepen(zu Schmitte= Schmiede), Müllensiefen, Müllensiepen, Mühlseifen, Mühlensiepen, Münlenseifen, Mollseifen, Möllsiepen, Hüttseifen, im Höfgessiepen, Dielsiepen(zu Deich),


