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Die Abiturientenprüfung zum Herbſttermin wurde in ihrem ſchriftlichen Teile vom 4. bis zum 9. Auguſt, in ihrem mündlichen Teile am 26. und 27. Auguſt unter dem Vorſitze des Provinzial⸗Schulrates Herrn Dr. Rumpel abgehalten.
Zur Feier des Sedantages am 2. September fand vormittags ein Schulfeſt in der Aula ſtatt mit patriotiſchen Geſängen und einem Vortrage des Gymnaſiallehrers Stoll über die Schlacht bei Sedan. Am folgenden Tage wurde wieder wie in den früheren Jahren unter großer Beteiligung der Angehörigen der Schüler ein Ausflug nach Wilhelmsthal unternommen. Leider trat mitten während der größeren Turnſpiele ein anhaltender Regen ein. Se. Excellenz der Herr Oberpräſident Staatsminiſter Graf zu Eulenburg und Herr Regierungspräſident von Brauchitſch beehrten das Gymnaſium durch den Beſuch dieſes Schulfeſtes.
Am Ende des Sommerſemeſters fand am 22. und 23. September eine öffentliche Prüfung der Herbſt⸗ klaſſen und tags darauf eine öffentliche Schlußfeier und die Entlaſſung der Abiturienten ſtatt.
Das Winterſemeſter und mit ihm das neue Herbſt⸗Schuljahr begann am 10. Oktober.
Die herkömmliche gemeinſchaftliche Feier des heiligen Abendmahles wurde von den evangeliſchen Lehrern und Schülern am Sonntag den 6. November in der St. Martinskirche begangen.
Vom 24. bis zum 30. November nahm Herr Provinzial⸗Schulrat Dr. Rumpel eine Reviſion der Anſtalt vor.
Die Chriſttagferien dauerten vom 24. Dezember 1881 bis zum 8. Januar 1882. Vor dem Beginn dieſer Ferien wurde wie alljährlich eine Weihnachtsandacht gehalten.
Die Abiturientenprüfung zum Oſtertermine wurde in ihrem ſchriftlichen Teile vom 8. bis zum 13. Februar, in ihrem mündlichen Teile am 17. und 18. März unter dem Vorſitze des Direktors abgehalten.
Der Geburtstag Sr. Majeſtät des Kaiſers und Königs wurde am 22. März in einer öffent⸗ lichen Schulfeier mit vaterländiſchen Geſängen und Deklamationen feſtlich begangen. Die Feſtrede hielt der Oberlehrer Dr. Prätorius über das Waffenleben der alten Germanen. Am Vorabend des Feſtes fand zur Vorfeier eine muſikaliſche Abendunterhaltung ſtatt.
Der Bibliothek und dem naturhiſtoriſchen Lehr⸗Apparate floſſen auch in dieſem Schuljahre manche Geſchenke zu, was mit gebührendem Danke gegen die Geber hier erwähnt wird.
IV. Statiſtiſches. A. Lehrer.
Vom 24. Mai 1881 bis zum Schluſſe des Sommerſemeſters leiſtete der Kandidat Wilhelm Gundlach Aushülfe.
Wilhelm Gundlach, geboren zu Breitenbach am Herzberg am 30. Auguſt 1850, ev. Konf., beſuchte das Gy⸗ mnaſium zu Hersfeld, ſtudierte Mathematik und Naturwiſſenſchaften zu Marburg und Leipzig und beſtand an letzterem
Orte am 28. Mai 1880 die Prüfung pro facultate docendi. Seit Herbſt 1880 leiſtete er ſein Probejahr an der
hieſigen Realſchule II. Ordnung ab.
Im Herbſte ſchied der ord. Lehrer Dr. Wendel aus dem Lehrerkollegium, um ſeiner Berufung in ein Pfarramt zu Frankfurt a. M. zu folgen. Infolgedeſſen rückten die ord. Lehrer Dr. Langsdorf, Stoll, Manns, Zülch und Franz um je eine Stelle auf und wurde der Hülfslehrer Dr. Lange zum
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