Aufsatz 
Quellen- und Hilfsschriften zur Geschichte des Didaktikers Wolfgang Ratichius
Entstehung
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1868. K. Dittenberger, Über Wolfgang Ratich. Programm der Realſchule zu Weimar. Weimar. 1868. 15 S. 40. S. 313 wird das Leben des R. nach Niemeyer erzählt; S. 1317 werden vier Briefe aus dem Archive zu Weimar mitgeteilt.

1869. Gid. Vogt, Ratichianismus in den Fürſtenthümern Waldeck und Pyrmont. In: Beiträge zur Geſchichte der Fürſtenthümer Waldeck und Pyrmont. II. Bd. 1869. S. 115 133 werden auf grund von Cöthener und Arolſer Archivalien die Beziehungen R.s zum Grafen Chriſtian von Waldeck und zur Gräfin Erdmuthe Juliane von Pyrmont ſowie zu dem Gymnaſium zu Corbach dargeſtellt.

1869. Dr. B. Anemüller, Ueber Wolfgang Ratichs Methode. Ein Gutachten des M. Anton Mylius zu Kelbra. In: Neue Mittheilungen aus dem Gebiete hiſtoriſch antiquariſcher Forſchungen des thüringiſch⸗ſächſiſchen Vereins ꝛc. Bd. XII. Halle. 1869. S. 421 426. Abdruck des von Anton Mylius am 22 Mai 1624 erſtatteten Gutachtens über die Didaktik des R. Vgl. Leben ꝛc. des R. III, S. 38 f. 1870. Lüben, Praktiſcher Schulmann, 1870. S. 115 ff. Von Stoerl(Nr. 209. S. 5) citiert. 1871. F. Gloël, Wolfgang Ratich in Magdeburg. In: Fleckeiſen und Maſius Neuen Jahr⸗ büchern für Philologie und Pädagogik. II. Abt. 1871. Heft 4. S. 177188. Ein ziemlich wertloſer Auszug aus Nr. 188, V..: 4...: 1872. G. Krauſe, Wolfgang Ratichius oder Ratke im Lichte ſeiner und der Zeitgenoſſen Briefe und als Didacticus in Cöthen und Magdeburg. Originalbeitrag zur Geſchichte der Pädagogik des 17. Jahrhunderts. Leipzig, Dyfk. 1872. XII u. 182. 8o°. Der Verfaſſer hat das Verdienſt die für die Lebens⸗ eſchichte des R. bis zu ſeinem Abzuge von Cöthen, ſowie für die weitere Geſchichte des Ratichianismus in Cöthen Söchſt wichtigen Cöthener Acta Ratichiana zuerſt(im Jahre 1853) wieder aufgefunden zu haben und veröffentlicht einen kleinen Theil derſelben in der Abſicht, den Didaktiker als Charlatan und Betrüger zu entlarven. Vgl. Kehrs Pädagog. Bl. I. Bd. 1872. S. 513 523. u. H. Holſtein in den Neuen Jahrb. für Philol. u. Päd. 1872, S. 237 240. 1872. Gid. Vogt, Zur Bibliographie des Ratichianismus. In: Neue Jahrb. für Philol. u. Pädag. II. Abt. 1872. S. 37 56. 95 102. Vgl. o. S. 2..

1876. Dr. C. Aug. Hnr. Stoerl, Wolfgang Ratke(Ratichius). Ein Beitrag zur Geſchichte der Pädagogik des XVII. Jahrhunderts. Programm der Realſchule I. O. zu Leipzig. 1876. 43 S. 40. Auch abgedruckt(jedoch ohne die überſicht über die Litteratur und die Chronologie) in Fleckeiſen und Maſius Neuen Jahrbb. f. Phil. u. Pädag. Bd. 114 S. 121 171. Stoerl iſt der erſte, welcher die von Krauſe veröffent⸗ lichten Cöthener Akten benutzte. Er findet die Hinderniſſe, an denen die didaktiſchen Unternehmungen des R. ſcheiterten, in deſſen abſtoßender Perſönlichkeit(Selbſtüberhebung, Hang zur Prahlerei, Mißtrauen, Unverträglichkeit, Heftigkeit, Schmähſucht, Herrſchgier und vielleicht auch Habgier), in ſeiner Geheimthuerei und ſeinem unſteten Wanderleben, ferner darin, daß er die Didaktik in Verbindung brachte mit kirchlichen und ſtaatlichen Einrichtungen und daß er in kirchlicher Hinſicht die Stellung einesungeſtümen, um nicht zu ſagen rohen Eiferers einnahm, penar in gewiſſen Mängeln ſeiner Methode(Verwerfung alles ſtreng ſyſtematiſchen Unterrichtes in der Grammatik, Vernachläſſigung der Gedächtnisübungen, wodurch der Unſicherheit und Oberflächlichkeit des Wiſſens Vorſchub geleiſtet werde; Schwanken zwiſchen zwei Extremen in der Handhabung der Disciplin), endlich in der Ungunſt der Zeitverhältniſſe. Anerkannt wird 1. daß R. die damals dem Schulweſen anhaftenden Mängel erkannte, enthüllte und mit dem Einſatz ſeiner beſten Kräſte abzuſtellen ſuchte, 2. daß er der Mutterſprache eine ihr gebührende Stellung beim Unterrichte zu erringen ſuchte, 3. daß er das Schul⸗ und Unterrichtsweſen mehr zur Sache des Volkes zu machen ſtrebte, 4. daß er den Schulunterricht allen Kindern jedes Standes und Geſchlechtes zu teil werden laſſen wollte, 5. daß er der alten unfruchtbaren Unterrichtsweiſe eine neue vielfach beſſere Didaktik entgegen ſetzte, und endlich 6. daß er einer humaneren Disciplin in der Schule das Wort redete.

1876. G. Schumann, Die ächte Methode W. Ratkes. Hannover 1876.

1876. Gid. Vogt, Das Leben und die pädagogiſchen Beſtrebungen des Wolfgang Ratichius. I. Caſſel. 1876. 50 S. 40 Il. daſ. 1877. 43 S. 40. III. daſ. 1879. 40 S. 4⁰. IV. daſ. 1881. 57 S. 4⁰. Unter Benutzung des geſammten bis dahin bekannten Quellenmaterials und in möglichſter Unab⸗ hängigkeit von allen vorhergehenden Bearbeitungen wird R. Leben ꝛc. dargeſteltt..

1877. C. E. Carſtens, Wotf. Ratich. In: Zeitſchrift der Geſellſchaft für Schleswig⸗Holſtein⸗Lauen⸗ burgiſche Geſchichte. VII. Bd. Kiel 1877.

1877. Krauſe, Fürſt Ludwig zu Anhalt⸗Köthen. Köthen 1877. Das auf R. Bezügliche ganz nach Nr. 207.....

1877. Dix in den Mittheilungen der deutſchen Geſellſchaft zu Leipzig. 1877. S. 43 146 handelt von der(von Anna Sophia gegründeten) Fürſtlichen Tugend⸗Geſellſchaft und deren Schriften.

1877. Joh. Müller, Handſchriftliche Ratichiana. In: Kehrs Padagog. Blättern. 1877. S. 267 bis 289. 584 616. 1880. S. 69 bis 80. 156 168 485 508. M. berichtet über die Gothaer Ratichiana, welche Niemeyer nur zum geringſten Teile benutzt, dagegen Prof. Maßmann(bereits 1845) gründlich durdzſorſch und der