Aufsatz 
Das Leben und die pädagogischen Bestrebungen des Wolfgang Ratichius : 2. Abteilung
Entstehung
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Unterſchied der cubiſchen Inhalte der umſchriebenen und der einbeſchriebenen Kugel ausgedrückt werden. 3) Jemand legt 3861 M. an. Wie lange kann er dafür Ende jeden Jahres eine Rente von 500 M. beziehen, wenn die Zinſeszinſen zu 5% gerechnet werden? 4) Von einem Dreieck ſind gegeben a+ b= 13872, c= 5721, r= 3839,1. Es ſollen die Winkel und die Seiten trigonometriſch berechnet werden.

B. Ober⸗Prima a.

Deutſcher Aufſatz: S: 1) Hektor und Andromache bei Schiller und bei Homer. 2) Karls d. Gr. Verdienſte um die Bildung des Volkes, deſſen Sprache und Literatur. 3)(Klaſſenarbeit:) a. Die Verdienſte der erſten ſächſiſchen Kaiſer um das Reich und die Kirche. b. Die welthiſtoriſche Bedeutung Gregors VII. c. Charakter und Politik Rudolfs von Habs⸗ burg. 4) Gudrun und Penelope, eine Parallele. W: 1) Vergleich des höfiſchen Epos und des Volksepos im Mittelalter mit beſonderer Berückſichtigung des Iwein und des Nibelungenliedes. 2)(Klaſſenarbeit:) a. Charakteriſtik der Poeſie Walthers von der Vogelweide. b. Charakteriſtik der alten Deutſchen. c. Des Perikles Verdienſte um Athen.

Lateiniſcher Aufſatz: S. 1) Bonis civibus patriae salutem ipsa vita cariorem esse historia testis est. 2) Phocion quum ad mortem qduceretur, hunc, inquit, exitum plerique clari viri habuere Atheniensium. 3)(Klaſſen⸗ arbeit:) De Leonidae in Thermopylis morte gloriosa. W: 1) Quantam fortunae vicissitudinem expertus sit Pompejus. 2) Arminius vindex libertatis Germaniae. 3)(Klaſſenarbeit:) a. Germanicus quid expeditionibus in Germaniam susceptis profecisse videatur. b. Patriam summo amore complexos esse et Graecos et Romanos exemplis comprobetur. c. Quum multi saepe, tum Cicero, quam inconstans et varia esset fortuna, expertus est.

D. Verfügungen des Königlichen Prooinzial-Schul-Collegiums zu Caſfel.

Vom 2. Mai 1876. Ein Zeugniß zum Behufe der Bewerbung um die Berechtigung zum einjährig⸗ freiwilligen Dienſte kann nur ſolchen Schülern ertheilt werden, welche die wiſſenſchaftliche Reife für die Ober⸗ Secunda erworben haben.

Vom 10. Juli 1876. Es wird auf Luchs Culturhiſtoriſche Wandtafeln aufmerkſam gemacht.

Vom 3. October 1876. Die von dem Lehrer⸗Collegium ſeſtzuſtellenden Beſtimmungen und Anordnungen über das von den Schülern zu beobachtende Verhalten ſind bei Beginn des Semeſters den Schülern mit den nöthigen Erklärungen und Ermahnungen vorzuleſen.

Vom 21. November 1876. Die Pflege der Geographie wird empfohlen.

II. Chronik.

Das Sommerſemeſter und mit ihm das neue Oſter⸗Schuljahr begann am 24. April 1876.

Am Schluſſe des vorhergehenden Schuljahres waren auf ihren Antrag aus dem Lehrer⸗Collegium ausgeſchieden der Hülfslehrer Manns, um ſeiner Militairpflicht zu genügen, und der Hülfslehrer Metropolitan Dr. Hochhuth. An des erſteren Stelle trat mit dem Anfange des neuen Schuljahres der Probe⸗Candidat Zülch; die von dem letzteren beſorgten Religionsſtunden wurden dem Hülfslehrer Pfarrer Fürer übertragen. Außerdem wurde der Probe⸗Candidat Dr. Rauſenberger mit Verſehung einer Lehrerſtelle beauftragt.

Julius Zülch, geboren zu Wolfhagen am 15. Auguſt 1852, evangeliſcher Confeſſion, beſuchte das Gymnaſium zu

Hersfeld, ſtudierte in Marburg Philologie und Theologie, beſtand daſelbſt am 13. Mai 1874 die theologiſche Facultäts⸗

prüfung und am 5. November 1875 die Prüfung pro facultate docendi und begann am 1. November 1875 ſein Probe⸗

jahr am Gymnaſium zu Marburg. Von dort aus wurde er dem hieſigen Gymnaſium als cand. prob. und Hülfslehrer von Oſtern 1876 an zugewieſen.