In der Abhandlung zu unserm Osterprogramme habe ich die Grundsätze dargelegt, nach welchen ich glaube in kritischer Hinsicht den Text der heiligen Schrift behandeln zu müssen um eine den gerechten Ansprüchen gemässe deutsche Uebersetzung zu geben. An einigen Beispielen zeigte ich die Anwendung dieser Grundsätze. Allein mehr noch als in kritischer Hinsicht sind unsere Uebersetzungen hinter den Anforderungen zurückgeblieben, welche die Kenner der Sprachfeinheiten und der Grundbedeutung der Wörter an die Treue des Uebersetzers machen. Man findet die Partikeln sehr oft nicht blos vernachlässigt, sondern verkehrt. Da ist z. B. zat wie überflüässig nicht übersetzt, oder zatro oder zat„e(z. B. Act. XVII, 27) durch„denn“ wiedergegeben. Marc. VII, 28 wird α— œν„νας noch ärger misshandelt; es soll„ja— aber auch“ heissen. Für„denn“ muss auch nur zu oft öre gelten. Diese willkürliche Deutung zog noch willkürlichere Auslegung nach sich. So 2 Thess. 2, 3. Auch hier muss ört=„denn“ oder„ja“ seyn, und edeν νμυν malles mögliche, auch so viel als„ganz gewiss“„ganz zuverlässig“, wozu man vielerlei als Nachsatz ergünzen müsse. Selbst Hr. Winer(Gr. p. 665. 5. Aufl.) ergänzt dazu aus dem 1. Verse mit hinzugesetzter Negation„tritt die æoudi roũ zwofou nicht ein.“ Und noch im neuesten Commentar nimmt Hr. Lünemann aus dem 2. Verse herüber ouw éεᷣotnxen ⁴μεμοα τοο ᷣχνυαεον. Es ist allerdings hier ein Anakoluth, aber ein sehr natürliches. Der Hauptsatz ou u⁵. u. s. W. ist in die Mitte zwischen Vorder- und Nachsatz gestellt, so dass dr"(dass) von dem nachfolgenden Geyon abhängt. Der Nachsatz beginnt mit dem nachdrucksvollen za râre, worin zugleich eine Kürze liegt statt ou τeον αμεν, ⁵⁴‿ αν téte„und dann“ statt„nicht eher, dann aber gewiss.“ Was sonst zwischen Vorsatz und Nachsatz steht, ist eine deutliche Parenthese. Durch alles dies entsteht eine sehr eindringliche Frage, aber so wenig Dunkelheit, dass sich das griech. Original auch im Deutschen nachahmen lässt, nur muss man die aus völligem Missverstand der Construction hervorgegangene Interpunction verlassen und die Zeichen so setzen: 3Es betrüge euch niemand auf irgend eine Weise! Dass, wenn nicht zuerst der Abfall
3 MII T ᷑ς εꝓ‿ᷣœmραεσ νłcœb́m⁊Ygw unοένα mτοπαοσν.
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2 24
dνοοπανιννο deνιρσωσπσοσο τiõᷣ αοε, d viòs rije daνεμεαςα, d drrteiεOς Qα ενστη̈αςmνμςενοs 315. A„ ent drra 1*„⁶αμεινον ν˙εν ν mσ‿⁵αάσφα, dte α⁶ςν εμ⁴ς τν ναν τo ϑε νταάœ—α‿Hed- 4 2 ru⁴νε αwrd drt orh ες, 50ν etere, „„ 8 4—— 6 drto Eri ⁶φ qτππαο*ει ενμα raνrk dOν dur— 5(„* „ 2 4 rör r6 warlεeνον oièœre eis T droucdν 5; 2— 4 dτ⁶deν εννν τ έαάoον dααρν 110„do νστιιυον *„—— 2„ 7 2* 1ô Sreoyertar is droulx ⁴eοων, ο dœεεννπ qαοe So ex Hαovν prrai)— S rôre daoxclr-
7 4* ofcerat ο ναοοσ ε.
käme und sich offenbarte der Mensch der Sünde, das Kind des Verderbens, 4der Wider- sacher und der sich über alles Erhebende, was Gott oder Anbetung heisst, so dass er sich in das Tempelhaus Gottes setze sich zeigend, dass er Gott sey, berinnert ihr euch nicht, dass ich euch, da ich noch bei euch war, dieses sagte— 6(und das linn, den Menschen der Sunde] jetzt Aufhaltende kennt ihr, damit er sich offenbare zu seiner Zeit; 1denn jetzt ist blos das Geheimniss der Bosheit wirk- sam, bis der ihn jetzt Aufhaltende aus dem Wege geschafft ist),— sund dann werde sich der Gesetzlose offenbaren? u. s. w.


