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der philologischen Seminarien. Im Sommer 1838 erwarb ich mir zu Giessen nach bestan- denem Examen die philosophische Doctorwürde, worauf ich in meine Vaterstadt zurück- kehrte. Eine schwere Krankheit nöthigte mich beinahe ein halbes Jahr unthätig zu bleiben, bis ich im Februar 1839 eine Hauslehrerstelle annahm und seit 1840 in verschiedenen Familien privatunterricht in sämmtlichen Gymnasialfächern ertheilte. Ganz besonders jedoch nahm meine Thätigkeit in Anspruch die von mir seit Ostern 1841 geleitete, mit Erlaubniss Eines Hochwürdigen Consistoriums errichtete Beaufsichtigungs- und Nachhülfeanstalt für Schüler der vier unteren Classen des Gymnasiums. Durch diese Anstalt wurde ich in fortwährender enger Beziehung zu dem Gymnasium erhalten, und die freundliche Unterstützung, die mir von Seiten der Lehrer hierbei stets zu Theil ward, verpflichtet mich denselben zu ganz besonderem Danke, den ich ihnen hier mit Freuden öffentlich bezeuge. Nur durch sie wurde es mir möglich, diese Anstalt mit dem günstigen Erfolge zu leiten, dessen sie sich bis auf diese Stunde zu erfreuen hat.— Nach bestandener Prüfung unter die eventuell nöthigen Vicarien des Gymnasiums von Einem Hochwürdigen Consistorium ernannt, hatte ich oft das Glück aushelfen zu dürfen, theils in längerer, theils in kürzerer Dauer, vorzugsweise in den oberen Classen. Dies bot mir Veranlassung mit dem Wesen der Anstalt, der ich angehöre, immer vertrauter zu werden, bis mir im vorigen Sommersemester der ehrenvolle Auftrag ward, die philologischen Stunden des Hauptlehrers von Quarta zu verschen. Diesen Auftrag erfüllte ich mit um so grösserer Freude, als ich grade in dieser Classe eine Anzahl sehr tächtiger Schüler vereinigt fand, von deren Fortschritten ich bei der letzten Herbstprüfung öffentlich Zeugniss abzulegen Gelegenheit hatte. Durch verehrliches Decret Eines Hoch- würdigen E. L. Consistoriums vom 15. Septbr. 1846 wurde ich zum Hülfslehrer der Classe VIy provisorisch ernannt. Zu innigstem Danke verpflichtet kann ich uun ununterbrochen dem Berufe obliegen, den ich mir als Lebenszweck gesetzt habe.
Den 18. Januar 1847 starb Herr Joh. Andr. Benjamin Reges, beinahe 75 Jahre alt. Senior der Herrn Quartiervorstände, Kunstmaler und seit 1804 Zeichenlehrer am Gymna- sium. S. Osterprogr. 1807 Seite 10. Als Lehrer emeritirt im Sept. 1841. Er war ein recht- schaffener, biederer, allen Menschen wohlwollender, frommer Mann und ein gewissenhafter Lehrer.


