Aufsatz 
De loco Ptolemaei Geogr. III. 2. 12. emendando, ubi de Philippopolis et Cabyles situ agitur
Entstehung
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Bernhardy und Ritschl und die historischen von Leo; in Bonn beschränkte ich meine Studien auf Philologie und Geschichte und hörte bei den Professoren Welcker, Heinrich, Näke, Brandis, Niebuhr und Hüllmann. Ostern 1832 kehrte ich in die Vaterstadt zurück und ertheilte in Instituten und Familien Unterricht in den alten Sprachen, der Geschichte und Geographie. Im Frühjahr wurde mir der ehrenvolle Auftrag zu Theil gemeinschaftlich mit Herrn Scholl die durch den Abgang des Herrn Dr. Schott erledigte Stelle in der sechsten Classe des hie- sigen Gymnasiums über ein halbes Jahr lang zu versehen. Meine Lehrthätigkeit unterbrach ich Ostern 1838 durch eine vierteljährige Reise in die Schweiz. In die Heimath Zurückgekehrt, ertheilte ich wieder Privatunterricht in früherer Weise und besorgte zugleich am Gymnasium auf längere Zeit einen Theil der durch die Krankheit des Conrectors Schäffer erledigten Lehrstunden. Auch später vicarirte ich noch bei temporären Verhinderungen einzelner Lehrer in den philologischen Fächern und in der Geschichte. Mein sehnlicher Wunsch mich in geregelter Thätigkeit einer Anstalt, der ich selbst meine Jugendbildung verdanke, widmen zu können wurde mir erfüllt, als ich den 8. April dieses Jahres von einem Hoch- würdigen ev. luth. Consistorium als provisorischer Lehrer für Sexta ernannt wurde. Das von den Hochwürdigen Obern in mich gesetzte Zutrauen durch Pflichteifer und Berufstreue zu rechtfertigen wird mein unablässiges Bestreben sein.

Hechtel.

Zu der bevorstehenden Prüúfung und Progressionsfeierlichkeit habe ich die Ehre alle Hohen Gönner und alle Hochgeschätzten Freunde unserer Schule ehrerbietigst und ergebenst einzuladen, namentlich die Hohen und Hochwürdigen Obern, die Hochlöblichen Bürgerrepräsentanten, die Hoch- und Hochehrwürdigen Geistlichen aller Confessionen, die Gelehrten und Gebildeten jedes Standes und jedes Faches und die verehrtesten Eltern unserer Schüler. Möge die zahlreiche Gegenwart derselben unsere Prúfung und Feierlichkeit verherrlichen und der Jugend zur Ermunterung dienen!