Schulnachrichten.
Mit innigem Danke empfingen wir für unsere Wittwen- und Waisenkasse folgende Geschenke: 1844. d. 31 August von Herrn Chr. Lemme fl. 10. 30 kr.— d. 5 September von Herrn Imgardfür seinen Stiefsohn Frech fl. 3. 30 kr.— d. S. October von Herrn Auerbach fl. 2. 42 kr.— 1343. d. 19. März. von Herrn Schülein fl. 2. 42 kr.— d. 28. ej. von Herrn Dr. Med. Berg fl. 5. 24 kr.— d. 30. von Herrn I. Collischonn fl. 5. 24 kr.— d. 19 April von Herrn A. Sann 5. 24 kr.— den 30. von Herrn W. Knoblauch fl. 5. 24 kr.— d. 16 Juli Gottespfennig von Ungenannten 24 kr.
Die grosse Wasserüberschwemmung traf den 30. und 31. März 1845 auch das Gym- nasialgebäude, wesshalb der Unterricht acht Tage ausgesetzt werden musste.
Den 27 März hat wegen vermehrter Schülerzahl auf Antrag Hochwürdigen ev. luth. Con- sistoriums ein Hoher Senat die Wiederherstellung von Untersexta befohlen. Den S Apr. wurde Zum Hauptlehrer dieser Classe Herr Hechtel provisorisch ernannt. Von dessen schon vorher bekannter Geschicklichkeit liegen die erfreulichsten Beweise auch aus diesem zu Ende gehen- den Sommersemester vor. Er erzählt sein Leben in Folgendem:
„Ich bin geboren hier zu Frankfurt den 30. November 1808, als einziger Sohn des ver- storbenen hiesigen Bürgers und Schreinermeisters Nikolaus Alexander Hechtel. Bei dem frühen Tode meines Vaters wurde ich im Jahr 1815 in das Waiseninstitut der hiesigen Niederländischen Gemeinde aufgenommen und bplieb vierzehn Jahre lang Zögling dieser Anstalt unter der liebevollen und väterlichen Leitung des damaligen Verwalters J. W. Vogel. Während dieser Zeit besuchte ich anfangs die Weissfrauenschule, später das Gymnasium. XNach Beendigung meines Gymnasialcursus im Jahr 1829 bezog ich die Universität, um Theo- logie und Philologie zu studiren. Ein dreijähriger Cursus auf den Hochschulen zu Halle und Bonn bot mir die günstigste Gelegenheit dar meine Studien planmässig zu betreiben und die Vorträge ausgezeichneter Lehrer zu benutzen. In Halle besuchte ich die theologischen Vor- lesungen von Gesenius, Wegscheider, Ullmann und Tholuck, die philologischen von Schütz,


