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so sollen auch Ostern 1902 wieder zwei Sexten errichtet werden. Hierdurch sind sämtliche zur Verfügung stehenden Klassenzimmer besetzt, sodass für Ostern 1903 durch einen Er- weiterungsbau neue Klassenzimmer beschafft werden müssen.
Von dem Lehrerkollegium der Adlerflvychtschule, deren dritte Parallelklassen VIc. Vc,. IVe bei der Eröffnung der Sachsenhäuser Realschule eingingen, wurden folgende drei Herren an die Sachsenhäuser Realschule versetzt: Herr Oberlehrer Dr. Collischonn, Herr Oberlehrer Dr. Treutel. Herr Grandpierre. Herr Oberlehrer Riese, der schon früher längere Jahre der Stadt Frankfurt seine Dienste gewidmet hatte., wurde von dem Königlichen Realprogymnasium in Biedenkopf hierher berufen. Als Vorschullehrer und zugleich als Lehrer für Gesang wurde Herr Meister, seither an der Battonnschule thätig, berufen. Mit dem Zeichenunterricht, sowie mit dem Ordinariat einer Vorschulklasse wurde Herr PTeuffert. Lehrer an der Gutleutschule, provisorisch beauftragt. Den katholischen Religionsunterricht in Tertia und Quarta erteilte Herr Kaplan Gross.
Die Leitung der Schule wurde dem Unterzeichneten, Seither Oberlehrer am Goethe- Gymnasium, übertragen.
Durch die nicht vorausgesehene Errichtung einer zweiten Sexta wurden weitere Lehrkräfte nötig. Infolgedessen wurden Herr Schimm elpfeng und Herr Dr. Haase als Hülfslehrer an die Schule berufen. Letzterer leistete zugleich das vorgeschriebene Probe- jahr ab.
Die definitiv angestellten Herren berichten über ihre Personalien folgendes:
Wilhelm Eduard Zint. evgl. Konfession, geboren am 13. August 1860 in Hör- bach. Dillkreis, als Sohn des Lehrers Jakob Heinrich Zint, besuchte das Gymnasium in Dillenburg von Herbst 1873 bis Ostern 1881. Er studierte darauf an den Universitäten Marburg, München und Berlin Mathematik und Naturwissenschaften und bestand das examen pro facultate docendi in Marburg am 5. November 1885. Sein Probejahr leistete er ab von Herbst 1885 bis Herbst 1880 am Städtischen Gymnasium zu Frankfurt a. M. Von Herbst 1386 bis Ostern 1887 besuchte er die Königliche Turnlehrerbildungs-Anstalt in Berlin. Von Ostern 1887 bis Ostern 1001 bekleidete er eine Stelle als wissenschaftlicher Hülfslehrer an dem Städtischen Gymnasium zu Frankfurt a. M., an dem er Ostern 1001 zum ordentlichen Lehrer ernannt wurde. Als im Januar 1897 das Städtische Gymnasium in zwei selbständige Anstalten getrennt wurde, wurde er dem Kollegium des Goethe-Gymnasiums zugeteilt, dem er bis Ostern 1901 angehörte. Durch Magistratsbeschluss vom 15. Oktober 1⁰00(bestätigt durch Allerhöchste Ordre vom 28. Januar 1901) wurde er vom 1. April 1001 ab zum Direktor der Sachsenhäuser Realschule ernannt.
Alfred Riese, evgl. Konfession, geboren am 17. Januar 1850 zu M.-Gladbach, verliess Ostern 1878 das Realgymnasium zu Siegen mit dem Zeugnis der Reife und ge- nügte zunächst bis Ostern 1870 in Aachen Seiner Dienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger. Von 1879 bis 1883 studierte er in Aachen, Münster. Berlin und Marburg Erdkunde, Mathematik und Naturwissenschaften. Im Juli 1884 bestand er das Examen pro foc. doc. und war dann von Herbst 1884 ab an der Klingerschule zunächst als cand. prob., dann als Hülfslehrer thätig. Im Winter 1887/388 besuchte er die Königl. Turnlehrer-Bildungs- anstalt zu Berlin. worauf er 3 Jahre an der Musterschule als Hülfslehrer thätig war. Von Herbst 1891 bis dahin 1800 war er Lehrer am Hassel'schen Institut. Xpril 1897 wurde er Oberlehrer am Königlichen Realprogymnasium zu Biedenkopf. von wo er Ostern 1901 an die Sachsenhäuser Realschule berufen wurde.
Paul Collischonn wurde am 21. Mai 1864 als Sohn des evangel. Pfarrers


