— 23—
—
Sexrta.
Religion. a) Katholiſche: Lehre von dem Glauben. Neues Teſtament(mit Auswahl) bis zur Auferſtehung des Herrn. Gebete, Lieder. Kirchenjahr. Liturgie des hl. Meßopfers. b) Evangeliſche: Komb. mit IV. In einer beſonderen Stunde die 10 Gebote. Kirchenlieder. Deutſch. Redeteile. Flexion. Der einfache Satz. Zeichenſetzung. Gedichte und Pryoſaſtücke. Wöchentlich ein Diktat. Latein. Das Regelmäßige der Formenlehre(ohne Deponens). Übung im Konſtruieren. Einige einfache ſyntaktiſche Regeln. Wöchentlich eine Arbeit. Rechnen. Grund⸗ rechnungsarten mit ganzen, benannten und unbenannten Zahlen. Münzen, Maße und Gewichte. Dezimale Schreibweiſe. Einfache dezimale Rechnungen. Einführung in die Bruchrechnung. Erdkunde. Heimatkunde. Geographiſche Grundbegriffe. Geſtaltung der Erdoberfläche. Geſchichte. Lebensbilder aus der vaterländiſchen Geſchichte. Naturkunde. Beſchreibung vorliegender Blüten⸗ pflanzen und Beſprechung der Formen und Teile der Wurzeln, Stengel, Blätter, Blüten, leicht erkennbaren Blütenſtände und Früchte. Beſchreibung wichtiger Säugetiere und Vögel in Bezug auf äußere Merkmale und auf charakteriſtiſche Einzelheiten des Knochenbaues nebſt Mitteilungen über ihre Lebensweiſe, ihren Nutzen und ihren Schaden.
Techniſche Fächer.
a) Turnen. Die Anſtalt beſuchten im Sommerhalbjahr 280, im Winterhalbjahr 271 Schüler. Von dieſen waren befreit:
Vom Turnunterricht Von einzelnen Übungs⸗ überhaupt arten Auf Grund ärztlichen Zeugniſſes ſim Sommer 25; im Winter 30; im Sommer—; im Winter—; Aus anderen Gründen...[„„—»„—„„—„—. Zuſammen..„„ 25„„ 30;„„—„„—, Alſo von d. Geſamtzahl d. Schüler„„ 8,9%—„ 11, 7%,-„ 7—„„—;
Es beſtanden 4 Turnabteilungen. Im Sommer wurden bei gutem Wetter auf dem Jugendſpielplatze Bewegungsſpiele vorgenommen. Auch wurden Übungsmärſche ins Gelände unternommen. Außerdem beſteht zur Pflege von Bewegungsſpielen eine Vereinigung von Schülern, die namentlich im Sommer Ballſpiele betreiben; im Winter benutzen 20— 25 Schüler an freien Nachmittagen unter Aufſicht die Geräte der Turnhalle. b) Geſang. VI und V. (kombiniert). Das Wichtigſte aus der allgemeinen Geſanglehre. Melodiſche, rhythmiſche und dynamiſche Übungen. Ein⸗ und mehrſtimmige Volks⸗ und Vaterlandslieder im Chor⸗ und Einzelgeſang. VI bis I(komb.) Lieder, Motetten, Volks-, Kunſt⸗ und patriotiſche Geſänge. Gemiſchter Chor. Männerchor. c) Zeichnen. Obertertia: Gebrauchs⸗, Natur⸗ und Kunſtſormen von vorwiegend runder Geſtalt nebſt Wiedergabe von Licht und Schatten mittels Bleiſtift, Kohle, Paſtellkreide und Waſſerfarben. Farbentreffüben. Skizzieren und Zeichnen aus dem Gedächtnis.— Untertertia: Erklärung der wichtigeren perſpektiviſchen Geſetze auf Grund von Beobachtungen. Darſtellen einfacher Gebrauchsgegenſtände mit Licht und Schatten.— Quarta und Quinta: Zeichnen von flachen Gebrauchs⸗, Natur⸗ und Kunſtgegenſtänden(Flieſen und Muſter) mittels Bleiſtift, Kohle und Waſſerfarben. Skizzieren, Zeichnen aus dem Gedächtnis und Darſtellen an der Wandtafel. Wahlfreies Zeichnen. IIb, IIa, Ib, Ia. Malen und Zeichnen von Stilleben und ſchwieriger darzuſtellender Natur- und Kunſtgegenſtände.— d) Schreiben. VI und V. Einübung des deutſchen und lateiniſchen Alphabets. Ubungen im Schönſchreiben nach Vorſchrift. IV, IIIb, III a Schönſchreibübungen.


