Serta.
Religion. a) Katholiſche: Lehre von den Geboten und der Gnade. Altes Teſtament bis zur Trennung des Reiches. Gebete, Lieder. Kirchenjahr. Liturgie des hl. Meßopfers. b) Evangeliſche: Komb. mit IV. In einer beſonderen Stunde die 10 Gebote. Kirchenlieder. Deutſch. Redeteile. Flexion. Der einfache Satz. Zeichenſetzung. Gedichte und Proſaſtücke. Wöchentlich ein Diktat. Latein. Das Regelmäßige der Formenlehre(ohne Deponens). Übung im Konſtruieren. Einige einfache ſyntaktiſche Regeln. Wöchentlich eine Arbeit. Rechnen. Grundrechnungs⸗ arten mit ganzen, benannten und unbenannten Zahlen. Münzen, Maße und Gewichte. Dezimale Schreibweiſe. Einfache dezimale Rechnungen. Einführung in die Bruchrechnung. Erdkunde. Heimatkunde. Geographiſche Grundbegriffe. Geſtaltung der Erdoberfläche. Geſchichte. Lebens⸗ bilder aus der vaterländiſchen Geſchichte. Naturkunde. Beſchreibung vorliegender Blütenpflanzen und Beſprechung der Formen und Teile der Wurzeln, Stengel, Blätter, Blüten, leicht erkenn⸗ baren Blütenſtände und Früchte. Beſchreibung wichtiger Säugetiere und Vögel in Bezug auf äußere Merkmale und auf charakteriſtiſche Einzelheiten des Knochenbaues nebſt Mitteilungen über ihre Lebensweiſe, ihren Nutzen und Schaden.
Techniſche Fächer.
a) Turnen. Die Anſtalt beſuchten im Sommerhalbjahr 270, im Winterhalbjahr 272 Schüler. Von dieſen waren befreit:
Vom Turnunterricht Von einzelnen lbungs⸗
überhaupt
arten
Auf Grund ärztlichen Zeugniſſes Aus anderen Gründen
im Sommer 15; im Winter 20;
* 7 7*
im Sommer—; im Winter—;
** i d„„
Zuſammen Alſo von d. Geſamtzahl d. Schüler
Es beſtanden 4 Turnabteilungen. Jugendſpielplatze Bewegungsſpiele vorgenommen.
unternommen.
2 15
5 50/ 5,5/ 0
7*
7„
20;
3⁰/ 7,3 70
Im Sommer wurden bei gutem Wetter auf dem
Auch wurden Übungsmärſche ins Gelände
Außerdem beſteht zur Pflege von Bewegungsſpielen eine Vereinigung von ht G gung
Schülern, die namentlich im Sommer Ballſpiele betreiben; im Winter benutzen 20—25 Schüler an freien Nachmittagen unter Aufſicht die Geräte der Turnhalle. b) Geſang. VI und V. (kombiniert). Das Wichtigſte aus der allgemeinen Geſanglehre. Melodiſche, rhythmiſche und dynamiſche UÜbungen. Ein⸗ und mehrſtimmige Volks⸗ und Vaterlandslieder im Chor⸗ und Einzelgeſang. VI bis I(komb.) Lieder, Motetten, Volks⸗, Kunſt⸗ und patriotiſche Geſänge. Gemiſchter Chor. Männerchor. c) Zeichnen. Obertertia: Gebrauchs⸗, Natur⸗ und Kunſtformen von vorwiegend runder Geſtalt nebſt Wiedergabe von Licht und Schatten mittels Bleiſtift, Kohle, Paſtellkreide und Waſſerfarben. Farbentreffüben, Skizzieren und Zeichnen aus dem
Gedächtniſs.— Untertertia: Erklärung der wichtigeren perſpektiviſchen Geſetze auf Grund von Beobachtungen. Darſtellen einfacher Gebrauchsgegenſtände mit Licht und Schatten.
— Quarta und Quinta: Zeichnen von flachen Gebrauchs⸗, Natur⸗ und Kunſtgegenſtänden (Flieſen und Muſter) mittels Bleiſtift, Kohle und Waſſerfarben. Skizzieren, Zeichnen aus dem Gedächtnis und Darſtellen an der Wandtafel. Wahlfreies Zeichnen. IIb, IIa, Ib, Ia. Malen und Zeichnen von Stilleben und ſchwieriger darzuſtellender Natur⸗ und Kunſtgegenſtände.— d) Schreiben. VI und V. Einübung des deutſchen und lateiniſchen. Alphabets. Ubungen im Schönſchreiben nach Vorſchrift. IV, IIIb, IIIa Schönſchreibübungen.


