Aufsatz 
Die Kellnerei des kurtrierischen Amtes Montabaur, nach ungedruckten Quellen dargestellt
Entstehung
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Techniſche Fächer.

a) Turnen. Die Anſtalt beſuchten im Sommerhalbjahr 267, im Winterhalbjahr 273 Schüler. Von dieſen waren befreit:

Vom Turnunterricht Von einzelnen Übungs⸗ überhaupt: arten:

Auf Grund ärztlichen Zeugniſſes im Sommer 18; im Winter 31;im Sommer; im Winter;

aus anderen Gründen....ſ.==

zuſammen. 18; 31;[

Alſo von der Geſamtzahld. Schüler 6,70⁄%: 12,40%

Es beſtanden 4 Turnabteilungen. Im Sommer wurde im Freien auf dem Schulhofe geturnt. Bewegungsſpiele wurden im Sommer auf dem Turnplatze oder auf dem außerhalb der Stadt liegenden Jugendſpielplatze vorgenommen. Auch wurden lübungsmärſche und Turn⸗ fahrten ins Gelände unternommen. Außerdem beſteht zur Pflege von Bewegungsſpielen eine Vereinigung von Schülern, die namentlich Ballſpiele betreiben. Die Schüler, die im biſchöfl. Konvikte wohnen, ſpielen und turnen außerdem noch auf eigenem Spiel- und Turnplatze. 12 St. Hegemann.

b) Geſang. Es beſtand ein gemiſchter Chor, an dem die ſtimmbegabten Schüler von VI I teilnahmen, und ein Männerchor, gebildet aus den Schülern der oberen Klaſſen. Es wurden mehrſtimmige Lieder, ſowie Chöre kleineren und größeren Umfanges geſungen. 3 St.

Sexta und Quinta waren im Geſang kombiniert. Übungen im Treffen von Tönen und Notenleſen. Erklärung der Muſikzeichen. Singen von Volks⸗ und Vaterlandsliedern, teils zwei⸗, teils dreiſtimmig. 2 St. Chriſte.

c) Zeichnen. Obertertia: Gebrauchs⸗, Natur⸗ und Kunſtformen von vorwiegend runder Geſtalt nebſt Wiedergabe von Licht und Schatten mittels Bleiſtift, Kohle, Paſtellkreide und Waſſerfarben. Übungen im Treffen von Farben, Pinſelzeichnen, Zeichnen aus dem Gedächtnis, Skizzieren und Darſtellen an der Tafel. 2 St. Untertertia: Entwicklung der wichtigſten perſpektiviſchen Geſetze auf Grund von Beobachtungen im Leben. Darſtellen einfacher Gebrauchs⸗ gegenſtände mit Licht und Schatten. 2 St. Quarta: Ebene Gebrauchs⸗, Natur⸗ und Kunſt⸗ gegenſtände unter Anwendung von Bleiſtift, Kohle, Paſtellkreide und Waſſerfarben, Ubungen im Treffen von Farben, Pinſelzeichnen, Skizzieren, Zeichnen aus dem Gedächtnis und Darſtellen an der Wandtafel. 2 St. Quinta: Gebrauchs⸗ und Naturgegenſtände von flächenartiger Beſchaffenheit aus dem Geſichtskreiſe der Schüler mittels Kohle, Bleiſtift, Paſtellkreide und Waſſerfarben. Übungen im Pinſelzeichnen, Skizzieren, Zeichnen aus dem Gedächtnis, im Zeichnen an der Wandtafel. 2 St. Wahlfreies Zeichnen: Schwieriger darzuſtellende Natur⸗ und Kunſt⸗ gegenſtände in Gruppen(ſog. Stillleben) in naturgetreuer Wiedergabe mittels Waſſerfarben und Paſtellkreiden. 2 St. Hegemann.

d) Schreiben. Quinta und Sexta kombiniert. Deutſche und lateiniſche Schrift, Buch⸗ ſtaben, Wörter, Sätze und zuſammenhängende Stücke. 2 St. Hegemann. Mit den Schülern der III. und IV., welche eine ſchlechte Handſchrift haben, wurde in einer beſonderen Schreib⸗ ſtunde deutſche und lateiniſche Schrift geübt, meiſtens in zuſammenhängender Form. 1 St. Chriſte.