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that diess in ernster und gründlicher Weise, stets bemüht, den innern Zusammen- hang der Begebenheiten aus dem wirklichen Gang derselben erkennen zu lassen und eigene Ansichten und Betrachtungen möglichst fern zu halten. Wenn er gleich hinsichtlich des Umfangs die dem historischen Unterricht auf Gymnasien gesetzten Grenzen nicht genug einhielt, so übte doch sein Unterricht in diesem Fache vermöge seiner Gediegenheit eine in vieler Hinsicht wohlthätige Einwirkung aus. Auch in seinem übrigen Unterricht war überall ein Mann zu erkennen, der mit Geschick und Sicherheit in dem Beruf eines Lehrers als einem ewohnten Lebenselement sich bewegte. Was ihm aber vorzüglich. die Achtung und das Zutrauen nicht nur seiner Schüler, sondern auch seiner Mitbürger erwarb, war nicht bloss seine Rede- gabe, sondern ionsbesondere die Offenheit und Geradheit seines Charakters, in dem kein Falsch war. Er war ein redlicher Mann, der fern von Ränken, fern von kluger Berechnung seines Vortheils, fern von Heuchelei, sich ohne IIehl aussprach und dadurch selbst den Gegnern seiner Ansichten Achtung einflösste. Mag er auch zu manchen Zeiten durch die Erregung des Augenblicks oder durch vorgefasste Mei- nungen sich über das rechte Maas haben fortreissen lassen, immer sprach er den Grundsatz aus, dass man der Obrigkeit gehorsam sein müsse und war durchaus nicht geneigt, die bestehende Ordnung im Staat oder in der Kirche wissentlich zu verlétzen. Die Anerkennung und mit Wohlwollen Verbundene Hochachtung, die er bei einem sehr grossen Theil der hiesigen Bewohner genoss, zeigte sich recht deutlich auch bei seinem Tode und bei seiner Bestattung. Am 18. August 1856 geschah diese nicht bloss unter Begleitung der Geistlichen sowie seiner Collegen und Schüler, sondern auch zahlreicher Mitbürger. Der Director hielt am Grabe eine Rede zu seinem Andenken. Ein Theil der Schüler führte unter der Leitung des Gesanglehrers Rundnagel mit einigen anderen Sängern einen Trauergesang aus. Jacobi, der seit dem J. 1838 mit Auguste geb. Pjans verheirathet war, hinterless seiner früh verwittweten Gattin drei unmundige Söhne und eine noch jüngere Toch- ter. Der älteste der Söhne, die von dem Pruder und von zwei Schwägern des Verstorbenen in ihre Familien aufgenommen worden sind, um Vatersstelle an ihnen zu vertreten, stand beim Tode des Vaters noch in dem Alter von 13 Jahren.
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Als Schriftsteller aufzutreten, war Jacobi nicht geneigt, ohngeachtet es ihm bei seinem reichen historischen Wissen und bei seinem Geschick zur Darstellung nicht schwer geworden wäre, und so sehr er die stete Erweiterung seiner Kenntnisse sich angelegen sein liess. Nur zwei in Programme des hiesigen Gymnasiums auf- genommene Abhandlungen sind von ihm im Druck erschienen.


