Aufsatz 
Qualem Eusebius Constantinum M. imperatorem adumbraverit, paucis exponitur
Entstehung
Einzelbild herunterladen

11

II. Chronik des Gymnasiums.

Das neue Schuljahr wurde, wie gewöhnlich, am 8. April in einer Versammlung der Lehrer und Schüler des Gymnasiums eräftnet und die neu aufgenommenen Schüler zur Beobächtung der Gesetze der Anstalt verpflichtet.

Der regelmässige Fortgang des Unterrichts wurde im Sommerhalbjahr durch einige freie Tage um Pfingsten vom 10 14 Mai und durch die vom 5 28. Juli einfallenden Sommerferien unterbrochen.

Aber in dem Personal der Lehrer traten dieses Mal mehrere Veränderungen ein.

71) Der Gymnasial-Practicant Heermann, der schon seit 1850 zuerst am Cas- seler, scit 1851 am hiesigen Gymnasium mit Unterricht beauftragt war, wurde durch ein allerhöchstes Rescript vom 16. April 1856 zum Hälfslehrer ernannt.

2) Die ord. Gymnasiallehrer Pfarrer Jacobi und Dr. Wiskemann wurden durch allerhöchste Rescripte vom 30. Mai v. J., jener in die erste, dieser in die zweite Besoldungs-Classe der G.-L.. fortgerückt.

3) Der Hälfslehrer Dr. Suchier, der durch ein allerhöchstes Rescript vom 13. März 1856 in die ersto Classe der Hülfslehrer befördert worden war, wurde durch ein gleiches a. R. vom 14. August 1856 zum ordentlichen Gymnasiallehrer ernaunt. 5974) Der Gymnasial-Practicant Riedel, der seit dem August 1853 am hiesigen Gymnasium mit Versehung einer Lehrerstelle beauftragt war, wurde durch ein hohes Rescript Kurf. Ministeriums des Innern vom 8. August 1856 mit erhöhter Renmune⸗ ration an das Gymnasium in Cassel versetzt.. 13]

15) Um die Stelle des Vorigen zu ersetzen, wurde zugleich der Gymohsial- Bmeticant Kellner, der seit einem Jahr an der mit dem Vitzthum'schen Ge- schlechts-Gymnasiuam vereinigten von dem Director, Dr. Bezzenberger geleiteten Lehranstalt in Dresden thätig gewesen war, am hiesigen Gymnasium mit Unterricht beauftragt und begunn am 18. August 1856 seinen Unterricht. Aber schon am Ende des Halbjahrs wurde er ebenfalls an das Casseler Gymnasium versetzt, um dort eine Lehrerstelle zu versehen. Der Abgang dieser beiden für das Gymunsium, dem sie einst als Schüler angehört hatten, mit gutem Erfolg wenu auch zum Theil nur kurze Zeit thätig gewesenen Lehrer musste ich nicht wenig bedauern.

6) Ein sehr herber Verlust traf das hiesige Gymnasium durch das Dahin- scheiden des Gymnasiallehrers Jacobi, der nach einer kurzen, dem Anschein nach wenig bedenklichen Krankheit am 14. August 1856 durch einen unerwarteten Tod der Anstalt und den Seinigen entrissen wurde. Bei der Theilnahme, die sein Tod nicht blos hier, sondern auch weit und breit im Vaterlande erweckt hat, halte ich es

für Pflicht, noch einiges Nähere über seine Lebensumstände hinzuzufügen. 2*