Aufsatz 
Ueber die ursprüngliche Bedeutung des Ares / Stoll
Entstehung
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classischen Sprachen eine weit grössere Sorgfalt und eine strengere Correctur von Seiten des Lehrers zuzuwenden. Die deutschen Stunden wurden von 30 auf 20 wöchentlich reducirt.

3) Der naturwissenschaftliche Unterricht wird durch alle acht Classen in zwei wöchentlichen Stunden ertheilt.

4) Das Lateinische erhält im Ganzen einen Zusatz wöchentlich von vier, das Fran- zösische und die Geschichte von je einer Stunde.

5) Die Mathematik wird wieder Lehrgegenstand in Prima.

6) Auf die Aneignung einer schönen und leserlichen Han dschrift von Seiten der Schüler ist strengstens Bedacht zu nehmen, und sind zu dem Ende nöthigenfalls auch für die Kakographen der fünf oberen Classen, in denen der kalligraphische Unterricht gesetzlich pausirt, zwei wöchentliche Lehrstunden in Aussicht genommen.

7) Der Privatfleiss und die Privatarbeiten der Schüler sind einer sorgfältigen Leitung und Controle zu unterwerfen.

Zu der Aufnahmeprüfung am 1. Mai hatten sich 20 Aspiranten gemeldet, und bestanden dieselbe in der Weise, dass 13 von denselben der Octava, 4 der Septima, 1 der Quinta und 2 der Quarta zugewiesen wurden. Ausserdem meldeten sich zwei Schüler vom Herzogl. Gymnasium zu Hadamar für den Eintritt in die Prima und 2 Zöglinge des Pädagogiums zu Dillenburg für die Quarta. Alle diese 24 Neulinge wurden am 2. Mai bei der Eröffnung des Lehreursus in die Anstalt aufgenommen. An diese Eröffnung schloss sich unmittelbar der Anfang des öffentlichen Unterrichts nach dem genehmigten Lehr- und Stundenplan. Pe

Die Feier des Hohen Geburtstages Seiner Hoheit des Herzogs am 24. Juli, zu welcher durch ein gedrucktes Programm eingeladen worden war, musste in Ermangelung eines grösseren Locals in der räumlich beschränkten Aula gehalten werden.

Die Herbstprüfung fand am 14. und 15. September statt. An dieselben schlossen sich unmittelbar die gesetzlichen vierwöchentlichen Ferien an.

Den Tag vor Eröffnung des Wintersemesters, 15. October, wurden 4 Aspiranten, denen der Eintritt in das Gymnasium von Herzogl. Landes-Regierung eventuell gestattet worden war, geprüft, 3 von ihnen für Septima und 1 für Sexta fähig befunden und beim sofortigen Beginn des Wintersemesters in die Anstalt aufgenommen. Ausserdem trat ein Schüler der Secunda des Gelehrten Gymnasiums zu Wiesbaden in das hiesige über.

Am 5. November, als dem Tage des diesjährigen Reformatiousfestes, empfingen nach herkömmlicher schöner Sitte die evangelischen Lehrer und Schüler das heil. Abendmahl mit andern Communicanten in der evangelischen Stadtkirche.

Ausser den bemerkten vierwöchigen Herbstferien fanden zu Pfingsten auf 8 Tage und um Weihnachten auf 11 Tage Ferien statt.

Zu der am 3. Februar begonnenen Maturitätsprüfung hatten sich 2 zweijährige Primaner gemeldet, und waren zugelassen worden. Während über das Resultat dieser Prüfung jetzt noch keine Mittheilung erfolgen kann, wird ergünzend bemerkt, dass die vor Ostern v. J. geprüften 6 Abiturienten diese Prüfung bestanden hatten und beim Schlusse des vorjäührigen Lehrcursus entlassen worden waren. Ihre Namen sind: Manger, Friedr., von Weilburg; Ninck, Karl, von Hachenburg; Thiel, Wilhelm, von Burgschwalbach;